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Jun. 22nd, 2009

Wummel-Knuffel

IKEA, SciFi, Tsesisch, LexiquePro

Ich sitze gerade im Fachschaftsratsraum, allein, und habe ein wenig Zeit, also schreibe ich mal 'nen Eintrag über die vergangenen Tage. So, und jetzt bin ich nicht mehr allein, denn der Sebastian sitzt noch mit hier herum und freut sich grad, dass ich einen neuen Eintrag schreibe, endlich mal wieder.

Am Samstag waren Tina, ich, ihre Eltern und zwei ihrer kleinen Geschwister bei IKEA. Ich war noch nie bei IKEA, ich hatte ja keine Ahnung! So viele tolle Sachen... für die ganze Familie. Ist schon ein toller "Laden", und da grad midsommar war, hat eine kleine Blaskapelle für die Kunden gespielt und ist immer durch die Gänge gelaufen, spielenderweise. Danach waren wir draußen, wo's viel Spiel und Spaß gab, man konnte sich Plüschratten erschießen, Schubkarrenrennen machen, Kinder konnten sich bemalen lassen, es gab ein Trampolin und so weiter... Tinas Geschwister hatten ihren Spaß und wir auch. Außerdem haben wir Lennart und Diana getroffen, die wohl beide erst vor kurzem aus Nepal zurückgekohren waren.
Meine Ausbeute fiel mäßig aus, aber immerhin habe ich jetzt eine gläserne Auflaufform und ein Badehandtuch, auf dem "Handtuch" in allenmöglichen Sprachen steht. Tolle Sache!
Danach waren wir auch noch im Nova Eventis, das ist ähnlich wie das Paunsdorf Center, nur etwas größer. Oder wie die Promenaden im Leipziger Hauptbahnhof. Ich habe nach guter Science-Fiction-Literatur gesucht, aber nur Müll gefunden: "Nova" und "Licht" z.B. sind ganz schlecht geschrieben, von den meisten anderen habe ich den Namen vergessen.

[Neues Thema, ich mach also mal neu...] Das schlimmste SciFi-Buch von allen hieß "42" (5 zu wenig!) und beschreibt eine eigentlich sehr interessante Story: Bei einer Vorführung des LHC (Large Hadron Collider) von CERN in der Schweiz gibt's offenbar einen Unfall und eine Gruppe von Menschen findet nach der Rückkehr an die Oberfläche heraus, dass die Zeit um sie herum stillsteht. Hätte ich zu gerne gelesen, aber der Schreibstil ist der schlimmste Rotz wo gibt! Da hat der Autor offenbar versucht, an die großen Künstler heranzukommen und ganz (pseudo-)tiefsinnig geschrieben, sehr philosophisch und schwülstig. Daran ist er erstens gescheitert, denn das überzeugt gar nicht, und zweitens hat so etwas für mich in einem SciFi-Roman nichts verloren. Hätte so 'n schönes Buch sein können, aber nee...
Ich hoffe, ich bekomme bald den 1. Band von Perry Rhodan. Das soll ja guter Science-Fiction sein.

Naja. Neulich war ich bei Bernard (den meine Mutter noch immer französisch ausspricht, also "Börnaaar") und habe mit ihm über meine Arbeit gesprochen. Ich hatte eine Liste gemacht mit allen vorgeschlagenen Änderungen an der Glossierung der tsesischen Texte und ihn gefragt, wie dringend und wichtig und auch richtig das alles ist. Er schien das meiste für vernünftig zu halten und schlug vor, dass ich jetzt ab Text 30 (da bin ich grad) diese Änderungen doch in die Tat umsetzen könne. Es sei wichtiger, erstmal alle Texte zu haben, die ersten 29 könne ich dann immer noch konsistent zum Rest machen.

Desweiteren habe ich mein Klingonischwörterbuch in LexiquePro fertig. Obwohl... naja, ich habe im Prinzip alle kanonischen Sätze analysiert und den Einträgen hinzugefügt, so dass man Beispielsätze für allesmögliche hat. Alle bis auf die verschiedenen Ausgaben des HolQeD (der sprachwissenschaftlichen Zeitschrift zum Klingonischen). Außerdem wollte ich noch ein paar Bilder einfügen. Was ich dann damit mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht übersetze ich Skype auf Klingonisch (damit habe ich schon angefangen) oder ich übersetze den Kleinen Prinzen. Damit hatte ich auch schon einmal begonnen, aber jetzt weiß ich viel mehr über die Transitivität und einiges mehr der klingonischen Sprache und würde da lieber noch einmal anfangen.
Ich denke auch darüber nach, ein größeres und besseres Tsesisch-Wörterbuch (dann mit Englisch statt Russisch als 2. Sprache) in LexiquePro zu erstellen... sehr viel Aufwand, aber wohl nützlicher als Klingonisch.

Am Donnerstag haben Stephi und ich einen Vortrag in Wortarten, über das klassische Chinesisch. Den müssen wir allerdings noch zuende vorbereiten. Daher treff ich mich morgen mit ihr. Ich hoffe, wir kriegen das hin.

Das war's erstmal von mir. Adjunkt!
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May. 30th, 2009

Wummel-Knuffel

Korpusanalyse von "einzigste"

Wozu so ein Korpus doch alles gut sein kann, ne? Was mich schon länger interessiert, sind angebliche "Fehler" in der deutschen Sprache. Meist verzapft Bastian Sick ja solche Sachen, behauptet, dies sei falsch und jenes sei ein Anglizismus... wenn man in Deutsch- und Grammatikforen liest, begegnet man ständig irgendwelchen Beiträgen, die anfangen mit Phrasen wie "Immer wieder muss ich hören...", "In letzter Zeit lese ich immer häufiger..."; man liest, dass Sprachverlotterung Einzug hält und fast immer rollen sich den Leuten angeblich die Fußnägel hoch oder machen andere abartige Sachen.
Doch einige haben den Kampf gegen Bastian Sick und seine "Freunde" aufgenommen und kritisieren seine unreflektierte Sprachkritik, belegen dies sogar mit wissenschaftlichen Fakten aus der Linguistik, wie André Meinunger das in seinem Buch Sick of Sick? – Ein Streifzug durch die Sprache als Antwort auf den »Zwiebelfisch« tut, wie es einige von ihm auch zitierte Blogschreiber machen (z.B. der Bremer Sprachblog. Ich unterstütze sowas immer gerne.

Nun interessieren mich auch die Teile der Gerüchte, die da heißen: "seit neuestem sagt man", "früher hätte man das nicht so gesagt" oder "das kursiert seit einigen Jahren". Dazu ist Korpusanalyse praktisch, denn so lässt sich herausfinden, seit wann es einen bestimmten Ausdruck mindestens gibt und wer ihn bisher schon benutzt hat. Teilweise ist das recht interessant, da ganz berühmte Autoren wie Goethe oder Lessing Wörter benutzt haben, die heutzutage von vielen Anhängern der Sick-Trilogie als Fehler angesehen werden.

Vielleicht werde ich immer mal über solche Fälle berichten, ich weiß es noch nicht. Heute soll's erstmal nur um ein einzelnes Wort gehen, nämlich einzigstes (und Deklinationsformen). Ums kurz zu machen, die Gründe dagegen liegen auf der Hand: das Wort "einzig" ist logisch betrachtet nicht steigerbar, es ist quasi ein absolutes Adjektiv, wenn etwas mehr als einzig ist, ist es nicht mehr einzig, wenn es weniger ist, ist es ganz weg. Dennoch gibt es das Wort. Warum?
Das Stichwort lautet "Hyperlativ" bzw. "Elativ", was genau die Unterschiede sind und was dazu gehört, die Definition und ob "einzigstes" nun ein Hyperlativ, ein Elativ oder beides ist, darauf möchte ich jetzt nicht eingehen. Fest steht, dass die Form zwar formal wie die höchste Steigerungsstufe aussieht, pragmatisch gesehen aber nicht als solche fungiert (kann sie ja auch gar nicht!), sondern in dem Fall bloß betont ist. Das Superlativsuffix hebt das Wort bzw. seine Semantik noch ein Stück hervor. Ähnliche Phänomene gibt es auch in anderen Sprachen, z.B. Arabisch, Spanisch, Latein, Itelmenisch...

Doch nun zur Korpusanalyse. Ist die Verwendung des Wortes tatsächlich neu? Benutzen nur einfältige und ungebildete Menschen dieses Wort? Wir werden sehen. zeno.org, die größte deutschsprachige Volltextbibliothek und das Projekt Gutenberg sind da sehr nützlich:


  • 1774: Johann Wolfgang von Goethe: Brief an Johann Christian Kestner: ...binnen hier und einem Jahr versprech ich euch auf die lieblichste, einzigste, innigste Weise alles was noch übrig seyn mögte...

  • 1781: Leopold Mozart: Brief an seine Tochter: ...meine einzigste Absicht ist, weiß Gott, Ihnen und uns allen zu helfen...

  • 1788: Friedrich Schiller: Der Gegner: ...man hat ja selber den höchsten, einzigsten, reinsten Begriff Gottes in Teile geteilt.

  • 1791: Christoph Martin Wieland: Göttergespräche: ...und in einer Verwirrung und Eilfertigkeit, die das einzigste Gemälde in seiner Art abgegeben hätte...

  • 1792: Wilhelm von Humboldt: Brief an Georg Forster: ...und der einzigste Gesichtspunkt, aus dem ich die ganze Materie behandelt habe.

  • 1831: Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 3. Akt: Durchgrüble nicht das einzigste Geschick!

  • 1812: Jacob & Wilhelm Grimm: Vom Prinzen Johannes: ...bis ihm der einzigste Anblick der schönen Sonnenprinzessin gewährt wurde.

  • 1822: Heinrich Heine: Briefe aus Berlin, 2. Brief: Das war der einzigste Mensch, in dessen Gesellschaft ich mich nicht langweilte...

  • 1825: Johann Wolfgang von Goethe: Brief an den Großherzog Carl August: wenn wir den unziemlichen Situationen begegnen, die, einzig in ihrer Art, die einzigste Verkehrtheit andeuten!

  • 1851: Arthur Schopenhauer: Aphorismen: Mit recht sagt daher Gracian: »Das einzigste Mittel beliebt zu sein, ist, daß man sich mit der Haut des einfältigsten der Tiere bekleide.«

  • 1909: Meyers Großes Konversationslexikon, Eintrag "Tûn": ...nahezu die einzigste Festung Persiens...

  • 1967: Theodor Storm: Im Nachbarhause links: Es ist meine einzigste Freude...

  • 1975: Kurt Tucholsky: Die verzauberte Prinzessin: ...das ist auch das einzigste, was er kann.



Und das ist nur eine kleine Auswahl. Die Giganten der Literatur benutzen das Wort seit ca. 250 Jahren und vermutlich viel länger (weiter reicht der Korpus evtl. nicht zurück) und auch die Gebrüder Grimm, die damals eines der ersten(?) deutschen Wörterbücher schrieben, sich in den Philologien und der deutschen Grammatik ihrer Zeit bestens auskannten, haben das Wort gebraucht. Was sagt uns das? Was ist der Grund, das Wort heute als falsch zu bezeichnen oder es in die Umgangssprache abzuschieben? Das ist mir völlig unverständlich.
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May. 15th, 2009

Wummel-Knuffel

Sushi, Studieninformationstag, TBC-Test, Tanzen, Star Trek, Translator

So. Kurze Zusammenfassung wieder einmal, weil ich nicht mehr zum Schreiben komme...

Letzte Woche Montag waren Tina und ich Sushi essen im Hauptbahnhof (Tabetai), für 21 € insgesamt für uns beide. Wir haben alle Sushi-Sorten ausprobiert und einige davon waren auch recht lecker. Miso-Suppe schmeckt allerdings langweilig, dafür waren Tinas Tempura ganz gut. Alles in allem hat sich's geldmäßig gelohnt, aber nochmal gehen wir nicht hin, da's irgendwie nicht toll ist, so viel Sushi zu essen und das so reinzuschlingen (man hatte nur 'ne Stunde Zeit). War okay, machen wir aber nicht wieder.

Am Samstag war dann wieder einmal Studieninformationstag an der Uni (Campus Jahnallee, wie immer), Herr Dölling hat die Linguistik erklärt und es waren dort vielleicht ca. 30 Leute dabei. Danach waren wir an der Reihe und haben unseren Stand aufgebaut, mit Keksen und Gummitieren und Postern und Wörterbüchern und uns eben... sehr viele waren nicht da um sich zu erkundigen, und wenn, waren's meist Mädels, die Angst hatten, man bräuchte doch zu viel Mathe (das hatte Herr Dölling nämlich erwähnt). Eine Taiwanesin, die auf Taiwan ihren Bachelor in Linguistik gemacht hat, frug, ob sie ihren Master in Leipzig fortsetzen könne. Sie hieß Chen Huijing, glaube ich, schrieb sich aber in taiwanesischer Schreibung "Chen Huiching". Tina und ich haben draußen auf dem Campus dann an einem Stand zwei Buttons machen lassen, mit einem Foto von uns beiden. ^^
Danach haben Tina, Luise und ich da auf 'ner Wiese ein bisschen rumgegammelt.

Am Montag war ich zum letzten Tuberkulosetest. Warum? Es gab vor 'nem halben Jahr mal einen Fall von Tuberkulose in der Linguistik und viele von uns mussten sich deswegen checken lassen. Und die letzte Untersuchung waren eben ein halbes Jahr später, was jetzt gewesen ist. Man musste sich nur den Brustkorb röntgen lassen. Offenbar ist auch alles in Ordnung. Fein.

Tanzen wird immer schwieriger, v.A. beim Jive kommen unmögliche Kombinationen und Dreh-Dinger hinzu. Furchtbar! Dafür macht Walzer umso mehr Spaß. Wir haben jetzt auch noch den letzten übrigen Tanz gelernt (also, die Grundschritte), nämlich Tango. Nicht ganz einfach, aber irgendwie interessant. Ich hab noch ein bisschen Probleme mit dem richtigen Rhythmus.

Und am Dienstag war es endlich so weit. Sensationell. Wahnsinn... darüber wird man noch nach Jahren sprechen: "Star Trek" im Kino! Tina, Helen und ich waren im Regina, abends, und haben uns den neuen Film (den XI. immerhin!) angeguckt. Ich habe mich vorher erfolgreich von allen Spoilern, Rezensionen und Beschreibungen ferngehalten und war daher gut überrascht, das eine oder andere Mal. War schon toll, wirklich! Ich hab dem Film 9 Punkte gegeben und würde ihn gerne nochmal gucken (allerdings lieber auf DVD)... eine ausführliche Beschreibung meinerseits wird demnächst folgen...
Am Mittwoch Abend haben Tina und ich dann statt Torchwood ausnahmsweise mal Star Trek VIII: First Contact geguckt, den Tina noch gar nicht, ich aber etwa 20× gesehen haben dürfte.

So, sonst war erstmal nichts neues... ach doch!
Jemand (wer, unterliegt Geheimhaltung!) ist wieder zurück aus China! Und sie hat mir einen Translator für 700 Yuan (~ 70 €) gekauft, der ziemlich cool ist. Kann wirklich so einiges, auch Chinesisch, Japanisch und Englisch. Hat auch ein Touchscreen, auf das man mit so einem kleinen Stift die Zeichen schreiben kann. Sehr praktisch... eine Macke hat er (hat die ganze Reihe): er geht manchmal unerwartet an, und piept dann, wenn er nach zwei Minuten wieder automatisch ausgeht. Trotzdem 'n tolles Teil!
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May. 11th, 2009

Wummel-Knuffel

Ein Krokus, viele...?

Zwar blühen sie jetzt nicht mehr, aber manchmal fragt man sich doch: Was ist eigentlich der Plural von Krokus? Schließlich kommen diese possierlichen Blümchen in der freien Wildbahn ja oftmals in Herden vor. Was macht man also, wenn man keinen Duden zur Hand hat? Richtig. Man überlegt, ob man ähnliche Wörter findet, und guckt da, wie die ihren Plural bilden... also?

Kroke(wie Kursus → Kurse)
Krokeen(wie Kaktus → Kakteen)
Kroken(wie Virus → Viren)
Krokera(wie Genus → Genera)
Kroki(wie Alumnus → Alumni)
Krokier(wie Dinosaurus → Dinosaurier)
Krokoden(wie Oktopus → Oktopoden)
Krokora(wie Tempus → Tempora)
Krokŭs(wie Campus → Campus)
Krokūs(wie Kasus → Kasus)
Krokusse(wie Bus → Busse)
Kroküsse(wie Kuss → Küsse)


Also mir gefällt ja "Krokora" am besten... =)

(die richtige Antwort lautet natürlich "Krokusse", laut Duden, aber warum sowas langweiliges benutzen)
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May. 5th, 2009

Wummel-Knuffel

Tina, Tutorium, Toolbox, Tanzen

Das vergangene Wochenende war ich mit Tina bei ihr zuhause in Wollin (Brandenburg), und ja, 's war schön! Nach unser Ankunft per Zug in Belzig haben uns ihre Eltern samt zweier kleiner Geschwister Tinas, nämlich Charlotte (4) und Jonathan (7) mitgenommen und wir sind zur Burg Eisenhardt in Belzig gefahren, dort war nämlich Walpurgisnacht, ein Brauch, den man hier in Sachsen anscheinend kaum zelebriert. Da gab's allerlei zu essen, zu trinken, viele Familien mit Kindern, Musik und Feuerschlucker und sowas, die Kinder waren alle als Hexen oder Zauberer verkleidet, joa... war schon lustig.
Den zweiten Tag waren wir dann samt Familie (außer Tinas Bruder Max (18)) auf dem Obstblütenfest in Lütte, was auch recht nett war. Wieder überall Familien mit ihren Kindern und viele Stände an denen leckeres Essen angeboten wurde oder man Sachen ausprobieren konnte, z.B. eine ältere Dame, die gezeigt hat, wie man aus Schafswolle Garn spinnt, an einem Spinnrad. Später gab's dort dann auch einen Märchenerzählkreis, bei dem diverse Frauen Märchen erzählten, die sie sich selbst erdacht hatten. Eine ältere Frau war dabei sehr gut, wie ich fand, während eine relativ junge das gar nicht konnte... ihr Märchen war sehr unstrukturiert und klang teilweise so, als hätte sie es sich gerade während des Erzählens ausgedacht. Zurück zuhause in Wollin sind wir abends dann noch zu Tinas Tante eingeladen worden, wo's Knüppelkuchen gab — das kannte ich aus Sachsen auch nicht.
Am Sonntag war der letzte Tag, aber es ging nochmal nach Belzig oder irgendwohin (weiß nicht mehr), wo eine Familie eine Art "Filzfest" veranstaltet hat, die haben das alles ausgestellt, was sie da selber gemacht hatten, und man konnt's auch selbst ausprobieren, und so weiter. Joa. Danach sind Tina und ich wieder nach Leipzig zurückgefahren.
Hmm... ein Tag fehlt in der Beschreibung... haben wir irgendwann mal nix gemacht? Tina und ich waren auf alle Fälle mal spazieren in der Gegend und im Dorf.

Liest sich irgendwie, wie ein Schulaufsatz. :-P

Egal. Gestern war wieder Tutorium, war ganz okay, ich hab 2 neue Leute, eine davon scheint auch aus dem 10. Semester Linguistik zu sein, wie ich. Verwundert mich etwas, aber vielleicht hat sie 'ne Prüfung vor sich. Danach hatte Tina mich zum Sushi-All-You-Can-Eat ins TABETAI (食べたい) eingeladen... Kostenpunkt: 22,35 € für 2 Personen für eine Stunde. Da haben wir dann auch ordentlich reingehauen und Sushi und Miso-Suppe und Tempura verspachtelt. Aber nochmal werden wir's wohl nicht machen... Sushi ist nicht zum Verschlingen geeignet und es schmeckt dort auch nicht soooooo super. Naja, war auch nur ein kleines Restaurant im Hauptbahnhof.

Im MPI war ich danach, konnte aber nicht an meinen Rechner, weil ein neuer HiWi dransaß; ich habe ihren Namen vergessen (Yana? Yulia?), aber sie war jedenfalls aus Russland. Ich hab derweil über 'ne Stunde zugebracht, zu versuchen, meine Toolbox-Dateien auf Lenas Rechner zum Laufen zu kriegen. Fehlanzeige. Auch Sven wusste nicht, wie man das Problem lösen konnte: wenn ich ein Wort zu glossieren versuche, schreibt er die Glossierung in der Morphology-Zeile daneben, also z.B. šebin{thing}{n4}, aber nicht drunter, wo's hingehört. Das gleiche Problem habe ich immer gehabt, wenn ich die Datei zuhause ausprobieren wollte. Sven vermutet, dass es mit der Version zusammenhängt, ich soll mal die neueste vom Januar dieses Jahres runterladen. Das werd ich auch gleich probieren. Ansonsten muss halt die neue immer an Lenas Rechner oder einen, der grad frei ist... sie brauch ja gottseidank nur Word und das Internet.

So, und Tanzen, inzwischen die 3. Stunde, es ist mental sehr anstrengend und wir haben bisher langsamen Walzer, Cha-Cha-Cha, Rumba und Quickstep geübt, davon allerdings bisher erstmal nur die Grundschritte mit ein paar Extras. Gestern haben wir aber auch kurz Wiener Walzer getanzt (was sich nicht so stark vom langsamen unterscheidet) und dann der Horror: Jive! Völlig abstruse Grundschrittfolge, die wir meiner Meinung nach auch viel zu wenig geübt hatten und dann gleich noch irgendwas drauf, damit's richtig kompliziert und unübersichtlich wird. Ich hab den Grundschritt nicht begriffen und hoffe, wir tanzen das nicht so oft. Fohrschbahr!
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Apr. 27th, 2009

Wummel-Knuffel

Tutorium, Tanzen, Tätowierungen

Tutorium
So, mein Tutorium war heute also... 19 Leute waren da, im Zimmer waren Whiteboard-Marker vorhanden, ich war ein klein wenig nervös und habe so ein bisschen mein Konzept außer Acht gelassen. War aber nicht weiter schlimm, es hat funktioniert und das, was wir nicht geschafft haben, kommt nächste Woche dran. Da am Freitag frei ist (1. Mai), fällt da nämlich Grammatikanalyse aus, aber das Tutorium nächsten Montag findet trotzdem statt. Die Mitarbeit ließ leider etwas zu wünschen übrig, aber ich habe nicht viel erwartet. 3 oder 4 Leute haben immer mal was gesagt. Na immerhin!
Danach sind Tina und ich zum Essen ins 熙桂园 gegangen, da gab's überbackenes Hühnerfleisch und Reis als Studentenmenü und ich war so hungrig und das Essen so lecker, dass ich dasselbe gleich nochmal bestellt habe! Konnte mich danach kaum noch bewegen, boah... zwei Studentenmenüs sind echt viel!

Tanzen
Und dann waren wir wieder tanzen. Außer langsamem Walzer und Cha-Cha-Cha haben wir von zwei neuen Tänzen die Grundschritte gelernt: Quickstep und Rumba. Rumba ist ganz ähnlich wie Cha-Cha-Cha und Quickstep ist irgendwie ganz anders... auch interessant und von den Schritten her nicht zu schwierig, aber in der Durchführung weniger leicht, da man schnell mal aus dem Takt oder anderen Tanzpaaren ins Gehege kommt.

Tätowierungen
Heute hat mich bei StudiVZ eine gefragt, ob ich ihr nicht einen Namen übersetzen könne, damit sie sich den tätowieren lassen kann. Der Name war Marie, ich vermute mal, das ist der Name ihrer Tochter (da sie anders hieß)... normalerweise übersetze ich jetzt keine Namen mehr, aus Zeitgründen, aber da die Sprachen, die sie haben wollte (Arabisch, Hindi, Hebräisch) keine besondere Behandlung per Paint benötigten und der Name auch einfach zu transkribieren war, hab ich's dann doch mal gemacht:
Arabisch: ماري (Mārī)
Hindi: मारी (Mārī)
Hebräisch: מארי (Mari)

Ich dachte mir dann, das Hindi-Wort ist so kurz, ob's das nicht vielleicht sogar als Wort gibt? Und im Wörterbuch fand ich dann folgenden Eintrag:
मारीn. fem. an epidemic, plague, pestilence.

Naja, das hab ich ihr dann natürlich geschrieben. Und dann hab ich mithilfe des "Arabic Morphological Analysis and Generation"-Tools herausgefunden, was das Wort noch so heißen kann, je nach Vokalisation... unter anderem sowas wie: "von meinen beiden Vorbeigehenden" (mārrayya), "mein Vorbeigehender" (mārrī) und auch "Streite! [zu einer Frau gesagt]" (mārī). Das konnte ich ihr natürlich auch nicht vorenthalten.
Nur fürs Hebräische habe ich leider nichts tolles gefunden... also nichts, was eine Bedeutung tragen könnte. Also das mit dem Hindi fand ich schon am witzigsten. :)
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Wummel-Knuffel

Letzte Woche (Tanzen, Kevin Tuite, Uni, Zoo usw.)

Montag:
Also, letzten Montag, ne? Da war ich mit Tina tanzen. Heute abend ist wieder. Mal sehen, wie ich mich da wieder anstelle... langsamen Walzer und Cha-cha-cha haben wir getanzt bzw. die Grundschritte geprobt. Letzteres ist recht intuitiv, muss ich sagen, während ich mich an Walzer noch gewöhnen muss.

Mittwoch:
Da gab's einen Talk von Kevin Tuite am MPI. Er sprach über agenslose transitive Verben im Georgischen, was auch recht interessant war. Er hat sich wohl für eine Professorenstelle an der Universität Jena beworben, dort kann man ja Kaukasiologie studieren (*neid*). Laut Wikipedia wurde Tuite in Indiana geboren, allerdings hat er einen irischen Namen und irische Vorfahren und lehrt und lebt aber wohl in Montréal, Kanada. Was mir an seiner Sprechweise auffiel, war, dass er das Wort "root" immer als /rut/ aussprach, also mit kurzem "u", so dass es sich mit "put" reimte. Das habe ich zuvor nie gehört und musste auch erstmal überlegen, was er da sagte... ist das typisch für den Akzent in Indiana, Montréal oder Irland? Weiß das wer?

Donnerstag:
Da hatte ich einen Vortrag über Dialekte in China im Netspeak-Seminar... war ein bisschen komisch, bin nicht ganz zufrieden gewesen. Hinzu kommt, dass die Dozentin immer mal Sachen dazwischengefragt und -gesagt hat, die ich entweder schon erklärt hatte, gerade im Begriff war zu erklären oder noch zu erklären plante.
Und dann war Semesterauftaktparty im Flowerpower. Fälschlicherweise dachte ich, der FSR fiele dadurch aus, aber nee. Naja... war doch ganz witzig. Es spielten die Band Walter und es waren jede Menge Linguisten da, und sogar Ariane.

Freitag:
16:00 habe ich mich mit Bernard getroffen um meine Hausarbeit über tsesische Demonstrativpronomina durchzugehen. Er war recht zufrieden (1,7), hatte nur hier und da einige Anmerkungen. Ich erzählte ihm von meiner Idee, als Magisterarbeit eine Kurzgrammatik des Tsesischen zu schreiben (die dann z.B. bei LINCOM herausgegeben werden könnte), aber er meinte, das gäbe es ja schon, wenn auch unveröffentlicht – na klar, das Skript, mit dem ich damals selber Tsesisch gelernt hatte! – ich müsste also irgendwie gucken, was ich da an neuem mit einbringen oder wie ich das anders machen könnte. Okay, gut, die Idee kann ich dann wohl verwerfen. Aber er schlug vor, dass ich ja etwas mit den Texten machen könnte, da ich sie ja so gut kenne, inzwischen. Eine Art Korpusanalyse also... hm, wäre eine Überlegung wert!

Samstag:
Am Samstag waren Tina und ich im Zoo! Das war schön, und wir haben uns jeweils eine Jahreskarte gekauft. Das lohnt sich ja bereits bei 3× in den Zoo gehen, und wir haben auch nicht alles angucken können. Einige neue Sachen waren da, z.B. ein Känguruh-Gehege, in dem man ein Känguruh auch anfassen konnte... weich war's! Mein Vater meinte später zu mir, es hieße "Grisu". Meine Eltern gucken ja immer die Zoosendung, die müssen's ja wissen. Kommt immer Freitag abends, vielleicht sollten Tina und ich die auch ab und zu mal gucken. ;)

Sonntag:
Ich habe neulich festgestellt, ich habe diese Woche Mittwoch schon wieder 'nen Vortrag! Argh! Diesmal über die Beziehungen Chinas zu Tibet im 17. bis 19. Jahrhundert (also Qing-Dynastie). Habe mich jetzt intensivst in der Bibliothek belesen und mir Notizen gemacht und diese auch schon abgetippt... werde wohl morgen nochmal ein paar mehr Details raussuchen. Ansonsten denke ich eigentlich, ich bin fertig. Herr Filipiak meinte zu mir, es soll eh nicht so lange gehen... eine halbe Stunde wäre in Ordnung. Ich denke, es wird schon ein Stück länger gehen.

Und heute haben Tina und ich jeweils unser erstes Tutorium Grammatikanalyse. Meins geht 13:15 los und ihrs um 17:15. Dazwischen treffen wir uns zum Mittagessen (natürlich im 熙桂园!) und tauschen Erfahrungen und einen Whiteboard-Stift aus. Im Kurs werden die Zweitsemestler (Bachelor Linguistik) sitzen, von denen ich einige ja schon kenne... aber keine Ahnung, wer zu meinem Kurs kommt und wer zu Tina geht. Hoffentlich ist's halbwegs gleichmäßig verteilt.
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Apr. 20th, 2009

Wummel-Knuffel

Konzerte & Uni

Ich war die vergangene Woche auf zwei kleineren Konzerten:

Stubenrocker (Mittwoch in der VILLA)
Eingeladen wurde ich dahin von Helen und Hanne, die da mit ihrer Band "42" auftraten. Ihr 2. Auftritt bisher... dafür haben Tina, Melanie, Romy und ich Freikarten bekommen. War gar nicht so schlecht, eigentlich. Außer Helen (Schlagzeug) und Hanne (Gesang) war noch eine Lisa (Gitarre) dabei, die vermutlich auch auf der gleichen Schule ist... leider war ihr Lieder-Repertoire schon 10 Minuten vor ihrer geplanten Spielzeit aufgebraucht, so dass sie dann etwas früher schlussgemacht haben. Die Akustik im VILLA-Keller war leider nicht so gut eingestellt, vom Text habe ich leider kein bisschen verstanden.
Nach ihnen kamen die Squibs, die meiner Meinung nach wieder einmal richtig gut gespielt haben. Wieder war die Akustik schlecht eingestellt und von Karins Singen war zu wenig zu hören. Aber sonst war's prima, es waren auch einige neue Lieder mit dabei. Ich habe Karin hinterher gefragt, wann denn nun mal ihre erste CD rauskommt, und sie meinte, hoffentlich nächsten Monat. Da bin ich ja mal gespannt! Danach kamen noch 2 weitere Bands, die mir völlig unbekannt waren, die haben wir uns aber nicht mehr angehört...
Die Squibs spielen übrigens diesen Freitag wieder, und zwar im Mühlkeller (Mühlstraße 14) in Leipzig ab 20:00 — kann ich nur empfehlen!

Beatles Party (Freitag im Volkspalast)
Natürlich nicht die echten, sondern eine Leipziger Beatles-Coverband namens The Strawberries: 4 Herrschaften mittleren Alters singen und spielen Beatles-Songs nach... klingt nicht schlecht, ne? War's aber leider. Für 'ne Gruppe von Amateurmusikern, die sich jedes Wochenende mal in einer Garage oder auf 'nem Dorffest trifft, wär's recht gut gewesen, aber für ein öffentliches Konzert, für das die Betreiber ganze 8 € (plus 1 € für die Garderobe) verlangten, war's dann doch eher unter aller Kanone. Ständig verspielt, Text vergessen(!), schief gesungen, Wörter teilweise falsch ausgesprochen... es war mehr 'ne Rateshow à la: "Welches Lied könnte hier gemeint sein?" — nun bin ich ja eher Laie, was die Beatles angeht, ich mag aber ihre Songs; was wohl da die eingefleischten Beatles-Liebhaber haben leiden müssen? Hmm... die Erdbeeren haben auch noch einige Lieder von anderen Bands wie The Who oder The Byrds gespielt, was ich ganz nett fand (leider waren die nicht besser). Es gab auch eine kleine Tanzfläche dort, getanzt wurde allerdings vorwiegend in den Pausen, wo die Betreiber (gottseidank!) 'ne CD mit "echter" Musik reingemacht haben.
Ich war dort mit m_e_l_l_iMelanie, Tina, Jürgen und Johanna... wir waren mehrmals draußen und haben ca. 25% verpasst, v.A. den letzten Teil des Konzerts. Ich frage mich, ob irgendjemand eine Zugabe wollte.
Uff uff uff... jedenfalls gar nicht schön und auch nicht empfehlenswert.

Und nun zur Uni:
Die erste vollständige Uni-Woche ist mal wieder rum und ich hatte nun jedes Seminar mindestens einmal.
Im Seminar über Han Xiangzi (韓湘子) waren wir nur zu dritt! Und es gibt sehr viel zu lesen, wie mir scheint... dabei ist allerdings möglicherweise eine Hausarbeit drin. Ich muss noch rausbekommen, in welchem Teilbereich meine letzte Hausarbeit sein muss.
Für meine Hausarbeit über die Demonstrativpronomina im Tsesischen habe ich übrigens inzwischen eine Note bekommen: 1,7. Hm, schade, hatte mir etwas besseres erhofft, aber mal sehen... Bernard Comrie wollte nächsten Freitag mit mir drüber sprechen. Da kann ich ihn vielleicht auch wegen meiner Magisterarbeit fragen.
Neulich war auch Grammatikanalyse mit John Peterson. Tina und ich haben mit den Studenten (ca. 45) ausgemacht, wann wir unsere Tutorien legen werden. Beide finden jetzt Montags statt; meins um 13:15 und Tinas um 17:15. Für heute haben wir allerdings noch keinen Raum bekommen, weswegen die Tutorien wohl erst nächste Woche losgehen werden. Bin mal gespannt, wie's wird.
Ein weiteres interessantes Seminar war Netspeak in China, das von Li Jia gehalten wird, die sich als Frau herausstellte. Über das Seminar und meinen Eindruck schreibe ich später mal, aber da ich vllt. einen Schein zu machen plane, habe ich mich für einen Vortrag über Dialekte des Chinesischen gemeldet (ja, das hat nichts mit Netspeak zu tun), den ich nun nächsten Donnerstag halten soll. Uff... nagut, aber ich kenne mich damit ja schon etwas aus und werde vermutlich eine PowerPoint-Präsi machen und evtl. auch auf die chinesischen Wikipedien eingehen, die's da inzwischen gibt.
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Apr. 14th, 2009

Wummel-Knuffel

Uni, Ostern und so Zeugs halt...

Und sonst so?

Naja, also es war ja Ostern, während ich auf dem KEKSO war, aber ich hab Tina von einem Laden, in dem es unglaublich leckere Bioprodukte gab (ich und Bioprodukte? Hah! Aber die waren echt toll!), ein Glas Bärlauchpesto mitgebracht. Und meinen Eltern aus selbigem Lädchen eine Tüte Apfelchips, die auch toll waren. Beide haben sich gefreut.
Von Tina habe ich so ein Kopfmassage-Teil bekommen (das, was aussieht wie ein Schneebesen, nur anders, ihr kennt das sicher!) und Süßes, und von Tinas Eltern über sie eine Art Vogelstimmen-Okarina... eigtl. "Wasserpfeife", aber das Wort weckt andere Assoziationen, darum möcht ich's nicht verwenden. So richtig funktioniert hat's aber noch nicht. Muss mal gucken, was da nicht ging. Von meinen Eltern habe ich Süßigkeiten und von meiner Omi 10 Euro bekommen. Sie dachte, ich wäre Montags noch nicht da (wollte ja erst zu Tina nach Wollin) und hatte deswegen nix Süßes für mich.

Meine erste Uniwoche war kaum der Rede wert, da sie nur aus anderthalb Tagen bestand. Am Montag fielen die ersten beiden Vorlesungen sogar aus, wobei Herrn Trommers Links & Rechts dieses Semester nun gar nicht stattfindet. Werde meinen Stundenplan gleich updaten. Das Seminar über Chinas Außenbeziehungen war recht interessant, bin auf mehr gespannt, werde morgen mittag allerdings in der Bibliothek einiges lesen müssen. Danach der Strukturkurs Ewenisch, der irgendwie lustig war. Tina war auch mit dabei, weiß aber nicht, ob sie weiter hingehen wird... ich definitiv ja. Noch weiß ich nicht, wie ich die Sprache finde, das Vokalsystem ist recht interessant, sonst haben wir nur über die Situation von Ewenisch an sich gesprochen. Morgen geht's um die Wurst Konsonanten.
Am Donnerstag konnte ich früh nur zwei Sachen besuchen: den Konversationskurs, in dem wir wie gesagt endlich mal Chinesisch-Deutsch übersetzen. Ich war auch etwas über meine Performanz erstaunt, ich war gar nicht sooo schlecht, diesmal. Danach das Wortarten-Seminar von John Peterson, das war interessant und ich bin auf den Rest gespannt... ich werde eventuell zusammen mit der kleinen little_jinxStephi einen Vortrag über Klassisches Chinesisch halten — das hat ja angeblich keine richtigen Wortarten. Ansonsten war der Kurs sehr voll, ich sollte nächstes Mal früher dort sein.

Leider werde ich vom Ewenischkurs morgen ein bisschen verpassen, denn ab 19:30 gibt's in der VILLA "Stubenrocker", so ein Konzertdingens, wo einige Bands spielen, von denen ich immerhin zwei kenne: 42 — die Band von Hanne und Helen; und The Squibs — wo Karin die Frontsängerin ist. Ich werd mit Tina dort hingehen, kostet uns nix, Hanne hat uns Freikarten versprochen. ^^

Ach übrigens! Neulich habe ich meinen Rekord gebrochen und 5 – in Worten: fünf – Chickenburger bei McDonald's verspiesen. Boah! Ich frage mich, ob ich auch sechs schaffen könnte...

Desweiteren ist Tina jetzt auch Tutorin bei John, es gibt also 2 Tutorien und wir sind somit quasi Kollegen. Ich hatte ganz vergessen, die Sekretärin nach einem Briefkasten zu fragen, Tina meinte, wir könnten uns einen teilen — von mir aus könnten wir da gleich "Fam. Gregor" dranschreiben. ;)
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Wummel-Knuffel

La 7ª KEKSO en Creglingen

Ich glaube, das war bisher das tollste KEKSO überhaupt!

Donnerstag, 9. April
Nach meinem Konversationskurs Chinesisch (in dem wir jetzt endlich mal Deutsch→Chinesisch übersetzen!) und einem Seminar zu Wortarten ging's dann vom Bahnhof aus gleich los, zusammen mit Helen und Hanne, nach Creglingen, im Nordosten Baden-Württembergs. War 'ne lange Fahrt mit vielem Umsteigen. Wir hätten 'nen Ruf-Bus rufen sollen und taten das auch, doch leider fuhr irgendwo im Nirgendwo der (normale) Bus nicht und wir mussten den Zug nehmen. Dadurch haben wir den Ruf-Bus verpasst und wurden dann gottseidank aber von Leo abgeholt.
Gegen 20:00 kamen wir dann in Creglingen an, genossen etwas Abendbrot, stellten einander vor und spielten ein paar lustige Kennenlernspiele, unter anderem auch dieses namenlose Spiel, wo man sich Zettel auf die Stirn klebt und dann rät, wer man ist — ich war übrigens "die Katze vom IS in Biedenkopf"! ^^
Es waren viele neue Gesichter auf dem KEKSO (vormals: sub_18): Stefan G. aus Villingen-Schwenningen (der übers schülerVZ vom KEKSO erfahren hatte), Rafaella G. aus São Paulo, Brasilien (die in Augsburg Physik studiert), Simon M. aus Ulm (der aber in Berlin wohnt), Nathalie B. aus Villingen-Schwenningen (halb Japanerin, viertel Französin, viertel Deutsche) und es waren auch einige alte Bekannte da: Leo S. aus Mömbris natürlich als Organisator des Treffens, Julia, Miriam und Caro aus Chemnitz, Andreas R. aus Steinheim irgendwo im Schwabenländle, Martin S. und aus Leipzig eben Helen, Hanne und ich. Später kam noch Sophia B. and und am nächsten Tag auch Jenny M. aus Leipzig. Liesa konnte leider nicht kommen, da sie krank war... die arme!
Alles in allem waren wir 15 Leute.

Freitag, 10. April
Früh gab's Frühstück in der Jugendherberge, wir hatten ja Vollpension. Dann haben wir einige Spiele draußen gespielt, wie z.B. "Alle die", danach haben Martin und ich Esperantokurse gegeben. Ich habe den Kurs für die Anfänger geleitet, er die für die etwas weiter Fortgeschrittenen. Später gab's dann Mittagessen, was übrigens dort in der Jugendherberge Creglingen total lecker war. Nicht nur relativ zu anderen Jugendherbergen, sondern *richtig* lecker! Dann kam Jenny an.
Nach dem Essen war Schnitzeljagd angesagt, die von Leo und Sophia bereits vorher organisiert worden war. Unser erstes Zettelchen führte uns zu einer Bushaltestelle im benachbarten Steinach — dort weise eine Eule den Weg. Hinzu gab's allerdings ein paar Schwierigkeiten und wir sind einen ganz anderen Weg gegangen als eigentlich geplant, wodurch sich alles etwas verzögerte. Aber nicht schlimm, das Wetter und die Landschaft war echt schön und den Umweg wert! Bei der Eule befand sich dann ein weiteres Zettelchen mit einem Hinweis... und so ging's dann immer weiter, über mehrere Stationen, Wälder, Brücken, Dörfer bis in ein kleines Nest, dessen Namen ich nicht mehr weiß. Dort frugen wir einen Anwohner nach dem Weg, der uns dann prompt zu sich nach Hause in den Garten einlud. Wir bekamen Gartenstühle, Saft, Wasser, Wein und eine Kiste Bier. Obendrein gesellte sich auch eine Katze zu uns. Was will man mehr?! Solche Gastfreundschaft hätten wir echt nicht erwartet. Auf der Rückreise splittete sich die Gruppe dann etwas auf und wir kamen recht spät zurück... aber noch rechtzeitig fürs (leckere!) Abendessen.
Den Abend verbrachten wir mit Kickern, Quatschen, dem Angucken alter sub_18-Fotos, Spielen (Werwolf, VEXX usw.)... VEXX war ziemlich lustig! Ich musste Julia rote Augenringe malen, Nathalie musste jemanden anrufen und so tun als wäre sie ein Baby, Simon sollte einen betrunkenen mimen, der gegen eine Wand läuft und so weiter... tolle Sache! Wiedermal waren wir sehr spät im Bett.

Samstag, 11. April
Nach dem Frühstück (das ich glaub verpasst habe) und den Esperanto-Kursen, bei denen ich diesmal die Fortgeschrittenen übernahm und Martin die Anfänger, ging's zu einem Ausflug ins 20 km entfernte Rothenburg ob der Tauber. Leo, Sophia und Andreas fuhren uns im Auto dorthin, wir bekamen alle diese grün-weißen langärmlichen Esperanto-T-Shirts von Leo und er brachte eine Flagge mit. Außerdem bekam jeder Flyer zum Verteilen. Die Fahrt dorthin war schon genial! Ich saß in Sophias Auto und wir haben polnischen Hip-Hop gehört. Ich hab ja sonst nix für Hip-Hop übrig, aber wenn er Polnisch ist, dann ist das schon ziemlich cool... ich muss Sophia mal fragen, ob sie mir "To my polacy" schicken kann. =)
In Rothenburg ging der Spaß dann erst richtig los: rumlaufen, Flyer und kleine Prospekte verteilen, mit Leuten reden und ihnen sagen, dass Esperanto nicht Spanisch ist, so tun als spräche man kein Deutsch und müsse sich alles von Leo übersetzen lassen, oh ja! In einem Postkartenladen, wo ich mir 'ne Karte kaufte, wurde ich gefragt, ob wir "Schummel-Spanier" seien! :D — nachdem ich meinte, wir seien Esperantisten und frug, ob sie Esperanto kenne, meinte sie: Ach, ist das so eine Kunstsprache? So wie Ido?" LOL! :D
Wir haben auch mit einem Touristenführer geredet, der mit seiner Fahrradrikscha herumfuhr. Später kamen wir wieder an ihm vorbei, da erzählte er gerade einigen Touris etwas über Esperanto. Erfolg, Erfolg! Den Hunger stillten wir dann zu fünfzehnt an einem Dönerladen und gingen dann weiter zu einer Burg und ließen uns auf einer Wiese nieder. Bald kam ein kleines Mädchen angelaufen um zu fragen, warum wir alle dasselbe anhätten. Wir haben ihr erklärt, was Esperanto ist und ihr "Saluton!" (Hallo!) und "lekanteto" (Gänseblümchen) beigebracht... sie hat mich dann mit einer selbstgemachten Gänseblümchenkette beschenkt. Süß, ne? Sie hieß übrigens Xenia, war 8½ Jahre alt, kam aus Erlangen, liebte Witze und sammelte so kleine Tierfiguren. Sie war mit ihren Eltern da und ihre Mutter hatte Geburtstag. Deswegen haben wir ihr dann auf Esperanto das Geburtstagslied gesungen. Auch die Mutter ist dann hergekommen und hat sich mit uns unterhalten.
Zurück in der Herberge kam Leo dann die Idee, ein Video für Liesa zu machen, und allgemein über das KEKSO zu berichten. Bald war ein Thema gefunden: Esperanto-Nachrichten, und dabei hatten wir viel Spaß... sind auch viele Interviews dabei, und die Patzer am Ende sind grandios! Das (absolut sehenswerte Video) ist jetzt auf http://www.vimeo.com/4145018 verfügbar!
Später, nach dem Abendessen, gab's dann wieder etliche Spiele und einige hatten die Nacht auch durchgemacht, ich allerdings nicht.

Sonntag, 12. April
Der Tag der Abreise begann mit Frühstück, einigen Spielen, dem Packen der Taschen und Verlassen der Zimmer (ich war übrigens mit Leo und Stefan in einem) und einer letzten Rumsitzrunde... es gab eine Auswertung des Treffens, wir bekamen ein Plüschbärchen und AIDS-Anstecker von einer AIDS-Selbsthilfegruppe, die auch in der Jugendherberge war, wir beobachteten eine andere Gruppe beim Bau von kleinen Dampfmaschinchen, spielten noch ein letztes Mal das Werwolf-Spiel im Freien, was ziemlich spaßig war... ich wurde relativ schnell für den Werwolf gehalten und dann umgebracht. Leo nahm mich dann für ein Interview mit und erzählte mir ganz beiläufig, es gäbe in diesem Spiel übrigens keine Werwölfe. Das war ein Spaß! Und gemerkt haben's die Leute erst, als nur noch 4 Bürger übrig waren! Lustig... Dann gab's Mittagessen, und weil Ostersonntag war, gab's Lamm und Strauß, mmmmmmh! Das Lamm war total lecker und alles andere auch, der Strauß war etwas trocken. Aber überhaupt, das Essen war richtig, richtig gut. Kann sich mit jedem Jugendherbergs-, Mensa-, und Cafeteriaessen messen!
Aber dann war Zeit zu fahren. Die Autofahrer fuhren uns nach Rothenburg und von dort aus dann weiter gen Heimat. Jenny, Helen, Hanne und ich fuhren nach Leipzig zurück, und währen Helen und Jenny schliefen, führten Hanne und ich die Tradition fort und beriefen ein Postrenkontiĝa Klaĉkunsido ein. Auf der Rückfahrt hatten wir einige Zeit Aufenthalt in Würzburg, besuchten dort eine Kirche, ein Eiscafé, ich hab das erste mal bei Kentucky Fried Chicken gegessen (McDonald's ist besser!), ich habe eine Kneipe namens X-Bar gefunden und fotografiert, naja... und dann ging's halt heim.

Ein tolles KEKSO! Das Video ist oben verlinkt, Fotos gibt's bei mir, Helen und Simon im StudiVZ zu sehen.
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Apr. 7th, 2009

Wummel-Knuffel

Meine Tutorenstelle (u.Ä.)

Tina war Freitag bis Sonntag bei sich daheim in Wollin und ich war am Sanstag bei einer Feier im Hause Sabine/[info]sreni/Judith, und Jürgen war auch da. Es gab lecker Essen, z.B. ein portugiesisches Desser namens Doce de leite condensado (Dessert aus Kondensmilch), was sehr süß und cremig war (außerdem zu meiner Freude monokonsistent) und in etwa wie Kuchenteig schmeckte. Habe Judith gesagt, sie solle mir mal das Rezept schicken. :)

Desweiteren habe ich meine Hausarbeit über Demonstrativpronomen im Tsesischen fertiggestellt, von [info]ubykhlives und Thomas Wier kontrollieren und kommentieren lassen und sie dann am Sonntag an Bernard geschickt. Bei mir hier im MPI gibt's Darstellungsprobleme mit der PDF, ich hoffe aber, bei Bernard funktioniert sie.
Gestern, als ich eifrig am Glossieren war, kam Zaira herein und brauchte kurz meine Hilfe mit Tsesisch. Das hat mich wieder darauf gebracht, mir die zusammengesetzten Zeitformen mal anzugucken. Die sind recht kompliziert und ich werde mir das wohl nochmal genauer ansehen und v.A. mit den Folkloretexten vergleichen müssen. Außerdem wollte Zaira auch mal meine Hausarbeit lesen. An [info]pne hab ich sie auch gleich gesagt; ging sie bei dir? Bei mir hier auf Arbeit zeigt er immer nur die obere/untere Hälfte jeder Zeile an.

Heute war ich kurz bei John Peterson im Büro, der jetzt auch erst neu angekommen ist. Er vertritt für 2 Jahre des Herrn Bickels Stelle. Sein Deutsch ist so fehlerlos und akzentfrei, dass ich ehrlich nicht weiß, ob er nicht vllt. doch Muttersprachler ist. Muss ihn mal fragen. Wir haben über meine Tutorenstelle geredet, aber er wusste auch noch nicht so genau bescheid. Er wollte sich um 11:00 mit Herrn Bickel treffen, und da bin ich dann mitgekommen, da ich ja auch noch nie Grammatikanalyse als Kurs hatte (damals hieß es bei uns noch Strukturkurs). Offenbar gibt's nun auch doch noch eine 2. Stelle, die möglicherweise Kathleen wieder übernimmt. Wäre mir sehr recht, wenn ich nicht der einz'ge wäre.
Bei der Unterhaltung zwischen Herrn Bickel, Herrn Peterson und mir habe ich folgende Dinge gelernt:
• Hausaufgaben sind dort nicht obligatorisch, aber empfehlenswert.
• Kathleen hat noch erfragenswerte Aufgaben vom damaligen Strukturkurs.
• Das Ziel des Kurses ist, effizient Daten zu exzerpieren und sie typologisch zu analyiseren und zu vergleichen.
• Mir werden bei moodle Trainer-Rechte gegeben.
• Die Tutorien-Termine machen wir nächste Woche Freitag aus.
• Ich kann meine Magisterarbeit theoretisch bei Bernard schreiben.
• Herr Bickel kannte "Kathleen" und "Doreen" als deutsche Namen gar nicht.
• Er fand "N-true" ziemlich lustig, besser als "esperantist" (mein E-Mail-Name).

So, jetzt beginnt gleich ein Vortrag von Bernard am MPI, da geh ich hin. Ciao!
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Apr. 3rd, 2009

Wummel-Knuffel

Stundenplan — 10. Semester

Jetzt bin ich nun schon im 10. Semester und immer noch kein Ende in Sicht... naja, nee, nicht so ganz, ein paar Semesterchen werden's wohl noch, aber in diesem sollte ich endlich all meine Scheine machen können. Danach mal sehen, entweder ich geh ein Semester nach China, oder es muss halt nur ein Monat oder ein paar Wochen sein in den Ferien. Dann kommen nacheinander Sinologie-Abschlussprüfung, Magisterarbeit in Linguistik und dann Magisterabschlussprüfung in Linguistik. Also mit diesem Semester mitgezählt noch mindestens 4 Semester.
Der Plan hier wird sich sicher noch etwas ändern, v.A. kommt bald ein Grammatikanalyse-Tutorium hinzu, dass ich geben werde — habe heute meinen Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich werd den Plan dann updaten...

Universitäts-Stundenplan )
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Mar. 15th, 2009

Wummel-Knuffel

Buchmesse 2009

So, ich war gestern auf der Buchmesse 2009 mit Johanna und m_e_l_l_iMelanie. Wir haben uns in der Stadt getroffen, waren noch mal kurz bei McDonald's essen und sind dann hin, in der ziemlich vollen Straßenbahn. Grad als wir in die Halle wollten, meinte dann eine Frau zu uns: "Habt ihr schon Karten?""Nee?""Hier!" und dann drückte sie uns zwei Karten in die Hand und meinte, sie war schon und geht nicht nochmal. Oho, tolle Sache! Aber auf der Karte stand dann, sie berechtigte nur zum einmaligen Eintritt (meinen Einwand, dass "einmalig" im Sinne von "toll" gemeint sein könnte, wurde in den Wind geschlagen), also waren wir uns nicht sicher... Johanna hätte eh eine Karte kaufen müssen, also hätten wir sagen können, wir wären nur kurz rausgegangen um sie abzuholen und so, aber das haben wir uns nicht getraut. Auch ausprobieren, ob die Karte vom Durchgangsautomaten angenommen würde, trauten wir uns nicht, weil wir dachten, da stehen dann immer so Aufpasser und denen müsste man das dann erklären. Im Endeffekt haben wir dann doch alle für 9 € Karten gekauft und sind dann durch. Als da an den Drehdingern keine Leute standen, hab ich's dann doch mal ausprobiert und siehe da: die Karte von der Frau ging! Argh. Na toll... hm. Kann man nix machen. :-p
Die Buchmesse selbst war voller Leute und Bücher, wie's sich gehörte. Leider aber auch übervoll mit verrückten Mangafans, die sich zu Cosplays und was-weiß-ich verkleidet hatten. Wir drei fanden das jedenfalls furchtbar. Da lieber WGT statt Cosplay. Ansonsten sind wir eben rumgezogen und haben uns die Stände angeguckt, es war aber nichts groß aufregendes dabei. Wirklich nicht. In der Antiquariatsabteilung fand ich einige interessante Stücke, mehrmals den Struwwelpeter auf Latein, auch einen alten Comic von Fix & Fax und ein uraltes Buch mit Zeichnungen von Dörfern des Leipziger Umlands aus der Zeit der Völkerschlacht (1813). Leider war Engelsdorf nicht dabei, sonst hätte ich mal ein Foto gemacht — damals schien Heiterblick übrigens wirklich noch "Der Heitere Blick" zu heißen.
Später traf ich dann auf Hanne und Sara, denen ich mich anschloss, weil wir – im Gegensatz zu Melanie und Johanna – zur Vorlesung von Herrn Bickel wollten. Sara hat mir dann den Stand des Domowina-Verlages gezeigt, der sorbische Bücher herausbringt. Da war auch ein kleiner Doujinshi (= selbstgemalter Manga) von ihrer Freundin dabei, auf Nieder- und Obersorbisch! Als wir da standen, kam Herr Bickel vorbei und als wir sagten, wir gingen auch zu seinem Vortrag, meinte er: "Bloß nicht!" — ob's ihm peinlich ist, einen Vortrag für Laien zu halten, wenn auch Linguisten anwesend sind? =)
Wir sind natürlich trotzdem hin, davor warteten auch schon Katharina und eine Kommilitonin von Sara und Hanne, und nachher kamen dann noch Sarah und Saskia und auch Helen dazu. Wir saßen dann zu acht da und hörten uns seinen Vortrag "Sprachliche Vielfalt in Raum und Zeit" an, der sehr gut und sehr interessant gemacht war, wie ich fand. Es kamen hinterher auch ein paar Fragen zum Baskischen und zum Aussterben von Sprachen. Eine Frau erzählte etwas von einem 80-jährigen Mann, der seine "Weltsprache" gern verbreitet gewusst hätte und frug, was Herr Bickel denn davon hielte. Dieser meinte, sowas gab's ja schon einmal mit Esperanto und er glaube nicht, dass sich das durchsetzen könne, einfach weil es keine Pflicht ist, Menschen lernen ja gerne, wenn sie müssen, sagte er glaube ich. ;) Und dann zeigte er zu mir und meinte: Da oben haben wir ja einen Experten für Esperanto. Wah! ^^ Naja... hatte insgeheim gehofft, die Frau spricht mich nochmal auf Esperanto an, hinterher, aber hat sie nicht gemacht.
Danach sind auch Melanie, Johanna und ich wieder heimgefahren in der überfüllten Bahn.

Ich dachte daran, meine überzählige und nicht entwertete Karte doch noch loszuwerden, also rief ich sreniUlrike und little_jinxStephi an, die ich aber nicht erreichen konnte, dann meine Schwester. Sie meinte, sie würde nicht hinwollen, aber der Stefan (ihr Exfreund) würde vielleicht. Sie träfen sich wohl nachher in der Stadt. Nachdem wir bei PizzaHut was aßen, sind Melanie und ich dann ins Barfusz und haben denen die Karte gegeben. Stefan hat mir dafür 5 € gegeben. ^^

So. Alles in allem war die Buchmesse bis auf Herrn Bickels Vortrag recht ereignislos, ja geradezu langweilig. Außer den Buchständen war wenig geboten, also wenig Rahmenprogramm, kaum Stände, wo man was machen konnte oder was gemacht wurde. Ich habe auch einige Verlage wie Buske vermisst. War ein klein bisschen enttäuscht... aber 's war okay.
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Mar. 11th, 2009

Wummel-Knuffel

Gold in allen Sprachen

Heute mal Gold in allen Sprachen, weil Helen danach frug. Ich hab's diesmal nicht alphabetisch nach Sprachen sortiert, sondern nach den Wörtern selbst, damit keine Doppelnennungen auftreten. Wer mehr Wörter kennt (z.B. habe ich noch kein Niueanisch, [info]pne ;)) oder etwas zu korrigieren weiß, bitte melden!

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Wummel-Knuffel

Hvad koster et brev til ikkesocialistiske udlanden?

Als ich heute mit der Straßenbahn vom Augustusplatz zum MPI fuhr, saß vor mir eine schwarze Frau, die telefonierte. An sich nichts ungewöhnliches, aber die LAUTSTÄRKE! Man sagt Chinesen ja nach, dass sie laut telefonieren, aber die Frau! Boah!!! Die Wagen der 16 sind ja so durchgängig, und ich wette, man hätte sie ganz hinten im Wagen genauso gut verstehen können. Warum telefoniert sie überhaupt? Bei gutem Wind versteht man sie doch sicher auch so. Auch in Südafrika. Witzig war, als nach ca. 5 Minuten der Fahrer kurz aus seinem Kabuff kam (die Frau saß ganz vorne) und meinte: "Gute Frau, könnten Sie vielleicht... ein bisschen leiser... wenn's geht. Danke." — lustig. :)
Sie sprach übrigens irgendeine Bantu-Sprache, ich weiß aber nicht welche. Suaheli war es glaube ich nicht, aber es klang etwas wie Xhosa oder Zulu, nur ohne Klicks und ohne den tolle hl-Laut. Vielleicht war's ja doch Suaheli. Wenn sie 10 Minuten später, als sie ausstieg, nicht immer noch telefoniert hätte, hätte ich sie vielleicht mal gefragt, was sie sprach.

Ich war heute übrigens in einem Teil Leipzigs, wo ich vorher noch nicht war. Nachdem ich im GWZ meinen SHK-Antrag ausgefüllt, unterschrieben und abgegeben hatte, musste ich noch zur Zentralen Bezügestelle in die Angerstraße, das ist hinter der Angerbrücke... sah aus, wie in 'ner anderen Stadt, fand ich. Komisch. Recht hübsche Häuschen irgendwie, teilweise... nur das Gesindel (aka die Jugend von heute) da passte so gar nicht dortrein.
Bin auch etwas zu spät zu Dianas Vortrag über die Phonologie Hinuqs gekommen. War sehr interessant, das, viele Parallelen mit dem Tsesischen aber auch einige Unterschiede. Die alten Sprecher dort haben ein /y/, wär hätte das gedacht!

Und ich war beim Sprachenabend, heute, mit Helen und Liesa. Viel los war nicht, der Katalane war auch nicht da und Susett und Alex und Sarah und so hatten alle keine Zeit. Nächste Woche kommt Leo nach Leipzig für ein paar Tage und Liesa und ich müssen uns was zur Bespaßung ausdenken. Na mal gucken. :)

Interessant: Im Dänischen wird der Stoßton (stød) beim Singen nicht benutzt. Deswegen klingt gesprochenes Dänisch so lustig, dänische Lieder aber enttäuschend gewöhnlich. Ihr wisst nicht, wovon ich spreche? Dann hört euch mal das hier an:

Dänische Nachrichten — die ersten 3 Worte kann man ja mitlesen. ;)
Man erkennt sofort die Fremdwörter im Dänischen (z.B. præsident) — denn sie enthalten Konsonanten! Lustig lustig, hab ich mir gleich mal favorisiert. Dänische Nachrichten auf youtube sind manchmal lustiger als Katzenvideos. ;D

Hier was für LUISe: Dänische Cowboys auf Ponys singen (leider ohne stød)

Mar. 9th, 2009

Wummel-Knuffel

Sinitische Varietäten, neue Wörterbücher und Hausarbeiten

Mannomann, das Wochenende war ja mal was. :)

Am Freitag hab ich mich mit 全雪傲 (Quán Xuě'ào) getroffen, meiner Tandempartnerin. Wir waren wieder einmal im 熙桂园 (Xī Guì Yuán) essen und Chinesisch/Deutsch üben. Irgendwie haben wir ziemlich viel über Pilze, Tiere und giftige Sachen geredet. Nujoa... aber ich hab sie mal gefragt, mir ihren Namen in ihrem Dialekt auszusprechen, das ist ja immer was ganz interessantes. Sie spricht Suzhou-Dialekt (gehört zur Wu-Sprache)... die chinesischen "Dialekte" (i.e. Sprachen) sind ja recht unterschiedlich, muss man sagen, Kantonesisch, Wu und Mandarin ähneln sich in etwa so sehr, wie Spanisch, Italienisch und Französisch. Hakka wäre dann vermutlich Rumänisch. ;) — zum Wu gehört z.B. noch der "Subdialekt" (i.e. Dialekt) Shanghainesisch, der sich auch wieder ein wenig unterscheidet... das ist dann vielleicht vergleichbar mit deutschen (oder halt italienischen) Dialekten.
Die Ausspracheunterschiede zwischen den einzelnen Sprachen und Dialekten Chinas ist schon erheblich. Um das zu verdeutlichen, hier mal der Name meiner Tandempartnerin und des tollen Chinarestaurants... hm, und die chinesische Schreibung für "André" (ich habe leider noch keinen chinesischen Namen) in verschiedenen sinitischen Sprachen und Dialekten. Dazu kommt noch Mittelchinesisch, bzw. dessen rekonstruierte Aussprache, als Vorfahre dieser Varietäten — natürlich alles in IPA.

HanziMandarinKantonesischSuzhou WuShanghai WuMittelchinesisch
ʨʰɥɛn˧˥ʦʰyn˨˩ɕɪ˥˦˥ʑi˩˧*ʣʲwen
ɕɥɛ˨˩˦syt̚˧ɕjɛʔ˦ɕjɪʔ˥*sʲwet
ʔɑʊ̯˥˩ŋou̯˨æː˧˨˧ŋɔ˩˧*ŋawH


HanziMandarinKantonesischSuzhou WuShanghai WuMittelchinesisch
ɕi˥hei̯˥?ɕi˥˧*ɕi
kwɛi̯˥˩kwɐi̯˧?kwe˧˦*kwei̯H
ɥɛn˧˥ʔyn˨˩?ɦɥø˩˧*hʲwon


HanziMandarinKantonesischSuzhou WuShanghai WuMittelchinesisch
ʔɑn˥ŋɔn˥?ø˥˧*ʔan
tɤ˧˥tɐk̚˥?təʔ˥*tok
ljɛ˥˩lit̚˨?ljɪʔ˨*ljet


Interessant, ne?
Danach war ich in einem kleinen Buchgeschäft, das in Leipzig hinter der Hauptpost am Augustusplatz neu aufgemacht hat: ::kawaii:: heißt's, und es ist wirklich klein und eine Art Antiquariat. Vor einiger Zeit hatte mich im Bus nämlich mal ein Mann mit Dackel angesprochen, weil ich ein Esperantobuch las, ob ich nicht vllt. an ein paar Büchern aus seinem Laden interessiert wäre. Er teilte mir mit, dass er ein Kaingáng-Wörterbuch habe (dazu später mehr), und ich bestätigte, dass ich das Buch schon auf meiner Booklooker-Beobachtungsliste stehen habe.
Und am Freitag hab ich mich mal durchgerungen, hinzugehen, mit einem Beutel und viel Bargeld. Nach etwa einer halben Stunde hatte ich dann eine reichliche Ausbeute für nur 24 € mit nach Hause nehmen können:



Hinzu kommt noch eine Tamilisch-Grammatik von anno tobac 1943, die ich leider bei Tina hab liegenlassen. Toll, was? Ich hab ihm praktisch alle exotischen Wörterbücher aufgekauft. Was ich hab stehen lassen, waren – außer so banalem Schnickschnack wie Ungarisch, Estnisch, Russisch, Japanisch und Französisch – ein paar Suaheli-Wörterbücher und einiges zum Indonesischen. Aber vielleicht komme ich irgendwann dorthin zurück, wer weiß...
Achja, und da war dieses Heft, ungebunden, auf einer seltsamen Sprache, offenbar was christliches, der Ladeninhaber wusste auch nicht, was es war... irgendwas aus Tansania. Er meinte, er habe das Teil doppelt und wollte mir eins überlassen, wenn ich für ihn herausfinden konnte, welche Sprache das sei — hab ich dann tatsächlich auch: es handelt sich um Massai, eine nilotische Sprache aus Kenia und Tansania. Interessant!

Tina und ich haben gestern praktisch den ganzen Tag Tinas Hausarbeit (eine OT-Analyse des u-Umlauts im Isländischen anhand Benuas transderivationeller Korrespondenztheorie) formatiert, in Word. Warum nicht in LATEX? Ganz einfach, weil ich das gar nicht kann und Tina auch nur Grundkenntnisse hat. Das heißt bei so 'ner Arbeit, dass man von Glück sagen kann, wenn man das binnen einer Woche gesetzt bekommt. Als Tina über den ganzen LATEX-Zauberformeln ächzte, hab ich sie dann überzeugt, das ganze lieber in Word zu machen. Angeblich sieht LATEX ja viel besser aus als Word und geht viel schneller... aber das ist m.M.n. Quatsch — wenn man sich gut mit Word auskennt und einige Tricks beherrscht, kann man seine Dokumente in genau der gleichen Zeit (vllt. sogar schneller) dort erstellen, so dass sie ebensogut aussehen wie ein geTEXtes Dokument. Wir hatten zwar einige Huddeleien mit den Tabellen, aber hätte sie's in LATEX gemacht, wär sie nächste noch nicht fertig. ;) — das ist nix gegen Tina, sondern gegen LATEX und seine in meinen Augen ungebührende Elitarität*.
Irgendwann haben wir's dann aber geschafft und haben dann sogar noch 'ne Folge The Mentalist geguckt. Der Stress mit der Hausarbeit hat Tina wohl schlimm zu schaffen gemacht, ich musste ihr dann 'nen Tee kochen und ihr was vorlesen, um sie zu beruhigen. Die arme! Heute ist sie erstmal nach Hause gefahren, d.h. nach Wollin.

* Das Wort elitär hat ja leider nichts zu tun mit altgriechisch ἠλίϑῐος 'dumm, einfältig; vergeblich, umsonst'. ;)

Quote of the Day
Tina: Wo ist die Datei?! Hast du sie kaputtgemacht???

Mar. 2nd, 2009

Wummel-Knuffel

Portugiesisch & Saami

Hach, zu komisch! =)
Habe gestern Abend das Buch Der wunderbare Massenselbstmord von Arto Paasilinna zuendegelesen und es hatte wirklich ein tolles Ende. Vor allem aber auch ein lustiges... in der Geschichte kommt nämlich ein samischer Rentierzüchter namens Uula Lismanki drin vor...

== !!! SPOILER ALERT !!! ==

Er lernte innerhalb von zwei Monaten Portugiesisch, was kein Wunder war, denn das Samische und das Portugiesische haben in der Aussprache überraschend viel gemeinsam. Das Portugiesische hat sich aus dem Volkslatein entwickelt und das Samische aus dem Schnauben der Rentiere.

Wie toll! Wenn ich jemals einen Artikel über Portugiesisch oder über Saami schreiben sollte, werde ich diesen Abschnitt gewiss zitieren. ;)
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Feb. 27th, 2009

Wummel-Knuffel

Die Zukunft der Kriegsführung

Also den Spiegel-Online-Artikel über die britischen Kriegsgeräte der Zukunft ist interessant... Also zuerstmal bin ich der Meinung, dass wir nicht noch mehr Tötungsmaschinen auf dem Planeten brauchen, aber darum soll's nicht gehen. Ich hab mir die "Fotostrecke" dort angeguckt und dabei sind mir einige Dinge aufgefallen:

Zum Beispiel haben sie diesen kleinen ferngesteuerten Spähroboter "Testudo" genannt — das ist lustigerweise das Esperanto-Wort für "Schildkröte" (steht leider gar nicht im Artikel). Irgendwie ironisch, oder...? Esperanto, was ja immer so als Sprache des Friedens und so proklamiert wird, bildet hier den Ursprung des Namens für ein Kriegsgerät. Soso... naja.

Der orangene Schleim hier hat die tolle Eigenschaft, sich zu versteifen, wenn etwas mit großer Geschwindigkeit draufprallt. Das finde ich eine tolle Sache, man muss das ja nicht nur fürs Militär benutzen, das könnte auch im "normalen" Leben sehr praktisch sein.

Die neuen Kampffahr- und flugzeuge erinnern mich dann aber doch recht stark an die Terminator-Filme, wo's auch diese Kampfflugzeuge gibt (schade, kein Originalbild aus dem 1. oder 2. Film gefunden).

Als Fördergelder stehen den Leuten da angeblich ca. 2 Millionen britische Pfund zur Verfügung — für mich hört sich das lächerlich wenig an, ehrlich gesagt.
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Wummel-Knuffel

Paŭlo Moĵajev — Sinjoro Misterfelo

Kennt ihr Cats, das Musical? Ich hab grad im Internet eine Esperanto-Version von dem Lied "Mister Mistoffeles" gefunden, das ist total toll! Sogar mit Text. Hier kann man's sehen:

Ĉu vi konas Cats, la muzikalon? Mi ĵus trovis en la interreto esperantan version de la kanto "Mister Mistoffeles", kiu bonegas! Eĉ kun teksto. Ĉi tie videblas ĝi:

Do you know Cats, the musical? I just found an Esperanto version on the internet of the song "Mister Mistoffeles", which is really good! Even with lyrics. Watch it here:

Paŭlo Moĵajev — Sinjoro Misterfelo

Feb. 24th, 2009

Wummel-Knuffel

Meme

Nicht, dass mir langweilig wäre oder so, aber um mich wieder ans LJ-Schreiben zu gewöhnen kann ich auch mal bei diesem Meme hier mitmachen:

Comment to this post and I will give you 5 subjects/things I associate you with. Then post this in your LJ and elaborate on the subjects given.

[info]leximon wählte folgende Assoziationen:

Kaukasus
Die Region fasziniert mich, auch wenn (oder gerade weil!) ich dort noch nie war. Nicht nur optisch-landschaftlich, sondern auch akustisch-sprachlich. Also eigentlich vor allem aus linguistischer Sicht: Die Sprachen dort sind dermaßen interessant! Es gibt dort 3 indigene Sprachfamilien, von der jede auf ihre eigene Art spannend und interessant und ziemlich exotisch ist. Mir haben's vor allem die nordostkaukasischen Sprachen (insbesondere Tsesisch!) angetan. Drauf gekommen bin ich eigentlich erst damals zur StuTS in Bremen, als eine Kaukasin einen Vortrag über eine kaukasische Sprache hielt.

McDonald's
Ja, ich gestehe: Ich liebe McDonald's, seine Burger, seine Filialen und überhaupt. Mir doch egal, ob da Katzenfleisch drin ist oder ob die das Essen einfach wieder drauftun, wenn's mal runterfällt, oder das alles pure Chemie oder sonstwas ist. Es ist lecker! (find ich) Und ja, ich habe "Supersize Me!" gesehen, hat mich aber nicht abgeschreckt. Ich gehe aber auch nicht täglich dort essen, vielleicht durchschnittlich einmal die Woche, wenn überhaupt. Manchmal aber etwas öfter. Besonders mag ich Chickenburger, früher mochte ich Cheeseburger mehr. Manchmal esse ich bis zu 4 Stück davon. Anscheinend muss ich wohl einen ziemlich guten Stoffwechsel haben: mir macht's nichts aus, den ganzen Tag nix zu essen und mir macht's auch nix aus, Unmengen an Junkfood in mich hineinzustopfen oder zwischendurch auch mal was gesundes(?) zu essen. Sehr gut. Übrigens: BurgerKing hasse ich. Bäh! ;-P

Unaussprechliche linguistische Termini
Bin ich dafür berühmt? Oh... naja. Man lernt in der Linguistik eben so tolle Sachen wie Interintelligibilität, Indexikabilitätshierarchie oder Konjunktionsreduktionskonstruktion, erfährt wissenswertes über "equilaterale Triangeln" oder lernt, wie man Farben diskriminiert, versucht Wörter wie šq'vnedni ("ich falle" auf Svanisch) auszusprechen und nicht über Sprachnamen wie Murle oder zu lachen oder N|uu bzw. !Xóõ auszusprechen. Und komisch: Debukalisierung hat immer noch nur einen einz'gen Google-Hit. Warum nur?

Gelber Vogel
Gelber Vogel... tsez, tsez, tsez. Ein Wummel-Knuffel ist das! Den habe ich einmal in der 6. Klasse erfunden und er ist seit jeher mein Maskottchen, das ich praktisch überall als Benutzerbild verwende. Diese spezielle Version hier hat auch eine kleine Geschichte: vor ettlichen Jahren hab ich mal mit Svenja P. aus meiner alten Klasse telefoniert und hatte da grad mein Stift-Mauspad neu. Sie frug mich u.A., ob ich denn noch immer diesen kleinen Vogel (Wummel-Knuffel!) zeichne, von früher... ich bejahte dies und hab ein paar davon mit dem Zeichenbrett gemalt und ihr geschickt. Eins davon war mir besonders gelungen und so schickte ich's an [info]timwi, weil er's kolorieren wollte (oder wollte Svenja das?), das hat er auf meine Anweisung getan und so entstand dies Bildchen hier. In Natura ist ein Wummel-Knuffel übrigens in etwa 7 bis 10 cm groß. Das an der Seite sind übrigens kleine Flügelchen (mit denen es aber nicht fliegen kann), keine Ohren! Bei mir ist das Wort Wummel-Knuffel eigentlich immer neutrum gewesen, einige Leute haben es aber als Maskulinum benutzt (der W.K.), was ich eigentlich auch gelten lasse. Klingt irgendwie auch niedlich.

Wörterbücher
...sammle ich schon mein ganzes Leben lang, fast. Inzwischen sind es 274 Stück in 155 Sprachen (komplette Liste hier), von Abasisch bis Zulu. Sie stehen bei mir im Wohnzimmer in einem Regal direkt neben und über meinem Schreibtisch, so dass ich nur kurz mit dem Stuhl zur Seite rollern muss. Ich weiß nicht mehr, was mein erstes war, leider, vielleicht das alte Russisch-Wörterbuch von meinem Vater? Oder das kleine Chinesisch-Langenscheidt? Vielleicht waren's auch die beiden kleinen Latein-Wörterbüchlein... Ich sammle aber nicht nur um des Sammelns willen (mehrmehrmehrmehrmehr...), also ich kauf z.B. keine besonders alten nur weil sie alt sind, sondern ich gehe schon nach Sprachen und was ich noch nicht habe. Mein teurstes Stück dürfte aber das antike Volapük-Wörterbuch sein, das ich seinerzeit für über 70 € bei eBay erstanden habe.

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Apropos, neulich hab ich mir auch ein paar neue Wörterbücher online gekauft, die ziemlich cool sind. Nämlich ein etymologisches Wörterbuch für Esperanto, ein Esperanto-Mazedonisch-Wörterbuch und ein Esperanto-Usbekisch-Wörterbuch (die beiden letzteren in beide Richtungen). Cool, ne? ^^
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Wummel-Knuffel

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