André ([info]n_true) wrote,
@ 2008-10-03 01:12:00
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Parties, Filme, Esperanto, תום, Bücher, Ägyptologenkonferenz
Guten Tag. Hier ein kurzer Rückblick über die vergangene Woche:

Donnerstag, 25. September — René, m_e_l_l_iMelanie, Maria und ich beschlossen, in der Stadt ins Volkshaus zu fahren, wo ich sowas wie Chicken Wings aß. Irgendwie hatte ich da mehr die Vorstellung von Chicken Nuggets im Kopf, warum auch immer (zu oft bei McDonald's gewesen?) und war dann nicht so sehr erfreut, da es mich offen gesagt ein bisschen anekelt, mit den Händen zu essen und fettiges Essen anzufassen (Chips und Flips ausgenommen). Aber es ging. Danach waren wir noch im Sol y Mar und ich hab noch mehr gegessen... Renés halben Eierkuchen (mit Zucker und Zimt!), ich weiß nicht mehr, was ich mir selbst bestellt hatte, aber dann noch eine extrem leckere Milch mit irgendwas... argh. Melanie, was war da noch gleich in der Milch drin und was hatte ich zu essen?

Freitag, 26. September — wir warfen eine Überraschungs-Abschiedsparty für Danaé, die inzwischen seit Montag in Heidelberg ist, um dort Archäologie und Ägyptologie zu studieren (könnte man fast neidisch werden!). Gemacht haben wir das in Renés Vaters Wohnung, die er selbst bald bekommt. Melanie, Birgit, Mike, Patrick, Lisa, Felix, Mandy, Jürgen, ich und natürlich Dani waren da und vielleicht hab ich auch noch jemanden vergessen. War spaßig. Als Abschiedsgeschenk gab's von uns ein kleines Büchlein "Meine Kindergartenfreunde", in das wir uns alle eingetragen haben. Die Feier ging bis Nachts um 3, wenn ich mich recht erinnere.

Samstag, 27. September — schon wieder Party. Diesmal bei Cornelias Freundin in der Öserstraße. Die einzige, die ich dort kannte, war Conny, ansonsten ihre Geburtstag habende Freundin wohl nur vom Sehen. Aber es war ganz nett. Das Spiel, das ich Conny zum Geburtstag geschenkt hatte, Ligretto nämlich, kannte sie noch nicht, allerdings schien sie auch nicht so die große Gesellschaftsspielefannin zu sein. Hmm... nunja, das wusste ich nicht. Im Laden hab ich mir aber noch ein kleines Langenscheidt Lilliput für Schwäbisch gekauft, kost' ja fast nix. Achja, und Connys Freundin Claudi hat mir "K-PAX" ausgeliehen. Bewertung siehe letzter Eintrag. ;)

Sonntag, 28. September — keinen Tag hat man Ruhe: Diesmal war Filmeabend angesagt, und zwar bei mir. "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" (7 Punkte, aber ich muss die Votes für die neueren Star-Wars-Filme evtl. nochmal überdenken) kam nämlich im Fernsehen. Das haben Dani, Melanie, Jürgen und ich geguckt. Und wir haben uns was vom Chinamann bestellt. Joa.
Oh, achja, Jürgen hat mir ein Buch ausgeliehen: "Im Jenseits ist die Hölle los" von Arto Paasilinna. Ein total lustiges und schön geschriebenes Buch über einen Finnen, der bei einem Unfall stirbt und als Geist umherzieht, so wie alle gestorbenen. Find's echt gut und bin auch fast durch. Ich erinnere mich, dass little_jinxStephi einige Bücher von dem Autoren im Schrank stehen hatte... mit ähnlich interessanten Titeln. Vielleicht sollte ich die dann auch mal lesen?

Montag, 29. September — gegen 17:30 haben Alex und ich im Berlitz-Center in Leipzig eine Esperanto-Vorstellung gemacht. Also wir haben's vorgestellt und es waren auch einige Leute da, obwohl das mit der Reservierung des Raumes dort nicht so ganz geklappt hatte. Alex hat ein bisschen über die Geschichte von Esperanto gesprochen, und ich hab dann mal so die allereinfachsten Grundzüge der Grammatik erläutert. Es waren etwa 7 Leute da, außer uns: eine ältere Frau, ein Medizinstudent und ein netter Brasilianer — die konnten noch kein Esperanto. Der Rest bestand aus einem älteren Ehepaar(?), einer nett aussehenden Frau mittleren Alters und niemand geringerem als Erich-Dieter Krause, dem berühmten Leipziger Esperantisten und Autor diverser Esperanto-Wörterbücher vom VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig, Langenscheidt und nun auch diesen 2 unglaublich riesigen Esperanto-Deutsch/Deutsch-Esperanto-Wörterbüchern, die selbst ich als Wörterbuchsammler schon fast unerschwinglich finde. Aber toll, ihn nun auch mal kennengelernt zu haben. Es hat Spaß gemacht, die Sprache vorzustellen und zumindest die ältere Frau und der Brasilianer schienen wirklich interessiert zu sein. Ich hab den drei Neulingen ein bisschen Material und auch mein Plakat vom Esperanto-Kurs in die Hand gedrückt. Vielleicht seh ich ja jemanden von ihnen wieder...
Achja, am Abend kam dann übrigens "Das Leben der Anderen" auf arte, den ich ziemlich gut fand: 7 Punkte. Die Ähnlichkeit zwischen Ulrich Mühe und Kevin Spacey, der z.B. in "K-PAX" den potenziellen Außerirdischen "prot" spielt, ist übrigens verblüffend.

Dienstag, 30. September — nicht allein, dass ich nach einer Viertelstunde Schlangestehen mein Semesterticket für 70,30 € kaufen konnte, nein, ich war auch noch eine Weile arbeiten um mich dann am Bahnhof mit תום (Tom), einem israelischen Esperantisten, zu treffen. Der ist gerade auf Europa-Reise und hat jetzt nach Berlin einen Stopp in Leipzig eingelegt. Ich habe ihn fast gleich erkannt, irgendwie. Er sah ein bisschen israelisch aus, würde ich sagen (nein, keine Geiernase!). Und er hatte Ähnlichkeit mit Moritz Bleibtreu. Wir haben uns dann mit Helen und Tina (die ja nun von ihrem Job in Essen/Düsseldorf zurückgekehrt ist) getroffen und sind zum Leipziger Sprachenabend gefahren, wo wir insgesamt 8 Leute am Esperantotisch waren. Später ist sogar Conny mit dazugekommen. Damit haben wir sogar den Englischtisch überboten, hah! Wenn das mal nix ist. ;)

Mittwoch, 1. Oktober — Dave hat Tom bei sich übernachten lassen, und am nächsten Morgen um 11 sind Tina und ich zu Dave gegangen, der im Wintergartenhochhaus wohnt, fast ganz oben im 19. Stockwerk, von dem man eine wunderbare Aussicht hat. Wir drei sind dann ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben uns die Thomaskirche angesehen und den Markt, der zurzeit ist, wir haben uns dann mit Alex getroffen, waren in einem Musikgeschäft, wo Tom dann die Esperanto-Hymne auf dem Klavier gespielt hat, wir waren bei dieser Ming-Schale, bei der man durch Reiben zweier Stangen die Wasseroberfläche zum Vibrieren bringen konnte, wir waren auch Chinesisch essen — natürlich im 熙桂园 (Xi Gui Yuan), dem mit Abstand besten Chinarestaurant der Stadt. Wir waren dann noch in der Albertina (Bibliothek), wo erst Tom verlorenging, dann Tina, dann wieder Tom, und schließlich waren wir wieder alle beisammen. Lustig! Haben ihn dann gegen Spätnachmittag wieder zum Bahnhof gebracht, wo er dann nach Berlin fuhr.
Tina und ich sind zu mir gefahren und haben Heroes geguckt, das Special und die ersten 3 Folgen der 3. Staffel. Whoa, spannend spannend. Erinnert die Verwandlung von Mohinder sonst noch jemanden an die von Seth Brundle in "The Fly"? Ich warte nur noch, dass Maya ihm sagt, er sei ja krank und Mohinder antwortet: "Ich, krank? Ich zeig dir, wie krank ich bin!" und daraufhin den Türpfosten zerboxt. Auf ein Armdrücken mit offenem Bruch warte ich auch noch... oder er zerkotzt irgendwem das Bein. Naja, wir werden ja sehen. Vielleicht verwandelt er sich ja in eine Biene oder eine Ameise. Als Mohinder Suresh eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt...

Heute — Im MPI hat heute die Conference on Language Typology and Egyptian-Coptic Linguistics angefangen, zu der ich auch gehe. Habe mir aber bisher nur die Begrüßungsrede(n) und den 1. Vortrag von Frank Kammerzell anhören können. Sebastian Richter, ein Ägyptologe von der Uni Leipzig, der den 2. Teil der Einführung nach Martin Haspelmath machte, hat einen putzigen sächsischen Akzent, wenn er Englisch redet. Und er versucht immer, die Kommentare nach den Vorträgen auf die Frühstücks-, Mittags- und Abendessenpausen zu verschieben. Der Vortrag von Frank Kammerzell über Konverben im Mittelägyptischen war recht gut, denke ich, aber es fiel mir etwas schwer, ihm zu folgen, weil's so schnell ging. Sein Handout fand ich aber klasse, da er bei den glossierten Beispielphrasen auch die Hieroglyphen mit abgedruckt hat. Schöne Sprache! Wer übrigens auch mit dabei ist, ist Ariel Shisha-Halevy, ein sehr berühmter Ägyptologe – Danaé, du darfst neidisch sein, denn irgendwann wirst du zwangsläufig auch über/von ihm hören – und Carsten Peust, der Autor des Kauderwelschbands "Hieroglyphisch Wort für Wort", sollte ich mir ein Autogramm holen?
Danach musste ich verschwinden, nämlich ins GWZ, zur Fachschaftsratssitzung, die heute irgendwie total lustig war. Joha sagte, er wolle zu meinem Esperanto-Kurs kommen. Schön!

So, das war's... endlich. Von wegen "kurz". Ich geh jetzt ins Bett, der nächste Vortrag morgen fängt um 9:00 an. Ach... apropos MPI, Arsen Abdulaev – der Tsese – ist jetzt wieder am Institut. Vielleicht sollte ich mein Tsesisch mal üben und mit ihm sprechen?




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[info]joschi
2008-10-03 06:57 am UTC (link)
"Aber es ging."
haha... wie süß. :)

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[info]little_jinx
2008-10-03 09:40 am UTC (link)
Jaaaaa. =) Arto Paasilinna!!! Der ist toll. Ich empfehle hier mal alle Bücher. ^^ Besonders Der wunderbare Massenselbstmord. Klingt schlimm, ist es aber nicht. Ich finde aber, man sollte den Humor der Finnen kennen, um die Bücher von ihm zu verstehen... manchmal jedenfalls.

Toll, toll, toll!

Suomi!!!

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