André ([info]n_true) wrote,
@ 2008-04-03 00:56:00
Previous Entry  Add to memories!  Tell a Friend!  Next Entry
Current mood: tired
Entry tags:german

sub_18 (Göttingen)
Also letzten Donnerstag ging's also los, das sub_18 — ein kleines Esperanto-Treffchen für Neulinge und – anders als der Name vermuten lässt – nicht nur für Unter-18-Jährige. Das Durchschnittsalter betrug, wenn ich mich nicht verrechnet habe, etwas über 19½ Jahre. Aber es ist eben eher ein Treffen für Anfänger, weswegen das auch umbenannt werden wird.
Dabei waren auf alle Fälle:
n_trueAndré (23/Leipzig), Antonia (19/Markoldendorf), Bea (23/Aschaffenburg), karulinCarolin (25/Hannover), Caroline (15/Chemnitz), Cosima (17/Aschaffenburg), Hanne (14/Leipzig), Helen (16/Leipzig), Jenny (22?/Leipzig), Leo (18/Mömbris), Liesa (22/Leipzig), Magdalena (16/Buxtehude), Miriam (16/Chemnitz), weemeyerRobert (32/Hannover), Tatenda (17/Buxtehude).

Die Leipzigfraktion war wiedermal die größte. Getroffen haben wir uns, exklusive Liesa, zusammen mit den zwei Chemnitzern am Hauptbahnhof in Leipzig und sind dann mit dem Zug nach Göttingen gefahren. Ging auch alles glatt, unterwegs, keine Probleme. Auch in Göttingen ging's dann recht schnell weiter. Als wir dann in der Jugendherberge ankamen, waren auch Leo, Cosima und ihre Schwester Bea und Liesa schon da. Später kam dann auch der Rest so langsam. Tatenda und Magda kamen erst 'nen Tag später an. Dann gab's eben eine Vorstellungsrunde und Leo hat ins geplante Programm eingeführt. Ich glaub, dann haben wir auch schon ein paar Kennenlernspiele gespielt, v.A. aber homlupo — zu Deutsch: Werwolf, das wir durchweg jeden Tag mehrmals spielten. War auch ganz interessant, auch wenn ich's trotzdem nicht soooooooo sehr mag. Aber später haben wir dann auch jede Menge andere tolle Sachen gespielt, z.B. "Alle die" und Cambridge Mao (auf Esperanto) oder "Parlament" (Ärmel hoch vs. Ärmel runter), und einiges mehr. Dann ging's ans Essen (das in der Jugendherberge dort in Göttingen auch ganz gut war, fand ich) und an die Verteilung der Zimmer. Leo, ich und Antonia – "Tona" – haben uns ein Zimmer geteilt.

Am nächsten morgen haben wir nach dem Frühstück wieder Spiele gespielt, dann ging's nach Göttingen. Auf mein Anraten – ich war ja schließlich schonmal in Göttingen auf der StuTS – wollten wir dann ins Mr. Baguettkov gehen, dem tollen pseudo-russischen Restaurant, in dem wir damals waren... doch schockschwerenot: Es war weg! Stattdessen ist so ein blöder Bäcker namens "Brot & Brötchen" da drin. Ich hatte mich so auf Mr. Baguettkov gefreut! Männo... dafür gab es komischerweise Stadtführer auf Esperanto(!!!) in Göttingen zum Mitnehmen. Da waren wir alle überrascht. Sowas hätt's hier in Leipzig sicher nicht gegeben, tolle Sache! Joa, wir sind dann so durch die Stadt gestiefelt, im Nudelhaus waren wir dann auch — da waren wir auch damals übrigens, ich konnte mich an den Slogan "Nudel verpflichtet!" erinnern. Daheim in der Herberge gab's wieder ein paar Spiele, Abendessen und Esperantokurse – für Anfänger und Fortgeschrittene und solche, die's eh schon fließend können, wir Carolin, Leo und mich. Am nächsten Tag ja auch wieder. Am Abend haben wir uns aufgeteilt. Manche sind los in eine Bar oder Disco oder Club oder wie das heißt, der Rest blieb daheim und spielte noch Werwolf und Cambridge Mao und so. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass Helen überraschend schlecht darin war. Da hätt ich eher das Gegenteil erwartet.
An dem Abend kamen auch Marcos und Uljana, die auch mit cambrige-gemaot haben — da Marcos in Oxford studiert hat, kannte er von dort noch flüchtig Oxford Mao, was ein bisschen anders zu sein scheint.

Am nächsten Tag ging's nach Herzberg am Harz – "la Esperanto-urbo", die Esperanto-Stadt. Wir wurden durch die Stadt geführt von Zsófia Kóródy und Sandor, die uns auf Esperanto alles erklärten. So sonderlich spektakulär-aufregend ist Herzberg aber nicht. Es gibt einige Schilder auf Esperanto, ein "Domo de la renkontiĝo", ein "Esperanto-Centro" und eine "Biblioteko", eine Pizzeria die "Esperanto-Pizza" servierte, die aber nur eine gewöhnliche vegetarische Pizza mit noch nicht einmal sternförmig bestreuten Rucula-Blättern war, sowie das Haus von Peter Zilvar, einem anscheinend sehr bekannten Esperantisten und Interlinguisten, der seine Diplomarbeit bei niemand geringerem als John Wells schrieb... da waren wir kurz drin, mussten uns dann aber beeilen, zum Bahnhof zu kommen. Von den spärlich verteilten Esperantoschildern mal abgesehen, sieht Herzberg eigentlich mehr aus wie ein verschlafenes kleines Nest.
Am letzten Abend dann haben wir unten in der Disco zwar leider nicht getanzt, aber dafür nochmal Werwolf gespielt und später dann noch ein Spiel, dem "Armer schwarzer Kater" sehr ähnlich: Wir saßen im Kreis und der in der Mitte musste sich jemanden raussuchen, sich vor ihn/sie knien und sagen: "Liebling, ich liebe dich. Schenkst du mir ein Lächeln?" — worauf der geliebte nicht lachen oder lächeln darf und sagen muss: "Ich liebe dich zwar auch, aber ein Lächeln schenk' ich dir nicht.". Krass... Eine Leute waren wirklich schwierig zu "knacken". Vor allem Cosima, Marcos, Caroline und – zu unserer Überraschung Hanne. So eine brutale Ernsthaftigkeit und Zusammenreißung hätt ich ihr nicht zugetraut. Reschpeckt!

Als später nach und nach alle schlafen gingen, waren Miriam, Hanne und ich noch in der Disco unten und wollten nicht weg. Haben also noch ewig lange dummes Zeug erzählt, über Gott und die Welt philosophoren, bis es Tag wurde und wir nach durchgemachter Nacht zum Frühstück sind. Das ist wahrhaftig das erste Esperantotreffen, bei dem ich wirklich jeden Tag gefrühstückt habe! Aber war schon nicht schlecht.

Am nächsten Tag mussten wir dann wieder heimfahren, nachdem wir noch 'ne Auswertung des Treffens und noch ein paar Spiele gemacht haben. Die Heimfahrt verlief auch prima, mit einem Zwischenstopp in Gera, wo wir fast nur Assis begegneten. Das war so toll, alles! Allen hat's gefallen (außer vielleicht Bea, die hat immer nur geschlafen, schlimmer als ich!)... sogar Hanne scheint von Esperanto und dem Treffen und den Leuten begeistert zu sein. Wir haben uns gedacht, wir treffen uns nächsten Dienstag mal zum Sprachenabend in der VILLA alle wieder. Also die Leipziger... also Liesa, ich, Jenny, Helen und Hanne. Und ich habe auch noch Uta Rahn (hab ich bei lernu.net gefunden, sie ist unabhängig von mir auf Esperanto gekommen und lernt's grad) gefragt, vielleicht kommt sie auch, 's wär schön, und ich denke, ich frag auch mal Tina... vielleicht kann sie sich ja durchringen. Ja, Wiedersehen macht Freu(n)de! =)

Wo das nächste sub_18 stattfinden wird, ist noch ungewiss. Es wurden Leipzig und ein nicht näher bestimmter Ort an der deutsch-polnischen Grenze vorgeschlagen. Wär beides eine super Idee, find ich! Und das nächste mal möcht auch ich einen Kurs geben!

P.S.:
Ohohoho! Fast hätt ich vergessen, dass es Fotos gibt!
die Fotos von Leo
die Fotos von Carolin
die Fotos von mir (StudiVZ, sind aber auch bei Leo dabei)
die Fotos von Helen (StudiVZ, sind aber auch bei Leo dabei)
die Fotos von Helen (die gleiche nochmal im SchülerVZ)
ich, wie ich Esperanto mit dänischem Akzent spreche
ich, wie ich Esperanto mit Khoisan-Akzent spreche
Cooper, das Esperanto sprechende und verstehende Baby! Echt putzig. Ich frage mich nur: Kie estas lia umbiliko?!?!




(Post a new comment)


[info]pne
2008-04-04 06:39 pm UTC (link)
Das Dänisch-Video ist cool!

Und das eo-Video ist richtig süß. So haben wir Amy früher auch manchmal vorgeführt :)

Und obwohl ich schon von denaskuloj gehört habe, finde ich es trotzdem irre, "live" zu sehen, wie ein kleines Kind eo versteht.

(Reply to this) (Thread)

Esperanto-Muttersprachler
[info]kunar
2008-04-06 02:34 pm UTC (link)
Für mich ist das eigentlich nichts Besonderes, weil ich das schon so oft erlebt habe. Aber ein kleines Kind kann so niedlich sein...

(Reply to this) (Parent)(Thread)

Re: Esperanto-Muttersprachler
[info]pne
2008-04-06 03:51 pm UTC (link)
Für mich ist das eigentlich nichts Besonderes, weil ich das schon so oft erlebt habe.

Das kann ich mir bei dir vorstellen! Für dich ist das wahrscheinlich so, wie es bei mir mit einem englisch sprechenden Kind wäre. "Oh, das Kind kennt schon seine Körperteile und Tiergeräusche" aber nicht "Mensch, der versteht ja Esperanto/Englisch!".

(Reply to this) (Parent)


Create an Account
Forgot your login or password?
Login w/ OpenID
English • Español • Deutsch • Русский…