February 24th, 2005

Wummel-Knuffel

Folgende Unfüge belostagen mich just...

- Schabst du das Cello, schäbiger Schuft?
- Nein, ich gog die Geige, du garstiger Gauch!


Gerade habe ich eine Seite entdocken, von der mir eigentlich Lennart schonmal beracht, die ich dann aber wohl wieder vergaß. Und zwar ist das die Gesellschaft zur Stärkung der Verben, die sich damit beschäftigt, schwache deutsche Verben zu stärken. Man findet die bereits gestorkenen Verben in einer Liste dort auf der Seite. Ich liech wirklich über einige Sachen, die ziemlich intelligent hergelitten sind. Wunderbar entwolcken, das. ;)
Viel Spaß!

Kurzer Prozeß

Richter:
Gib’s zu, Du molchst den Lehmann Peter,
Du Tagedieb, Du Schwerenöter.
Worgst ihn am Hals bis er entschlormm,
Du Übeltäter schlimmster Form.

Angeklagter:
Ich hab’ den Mann doch nicht getoten,
weiß nur zu gut, das ist verboten.
Er schak zur Bank mich mit dem Scheck,
Als ich dort ’reinschnie - welch’ ein Schreck.
Denn jener Scheck war nicht gedocken,
Und langsam hat’s bei mir geklocken.
Ich starz zurück zu Lehmanns Peter,
Erblak im Stiegenhaus den Täter:
Ein Mann von etwa vierzig Jahren,
Mit starrem Blick, ergronen Haaren.
Ich frug mich, warum er so schwäße,
Ob’s Fieber ihm die Stirne näße.
Dann trat ich ein in Peters Stube,
Doch kurz zuvor hatt’ jener Bube
Lehmanns Peter stranguloren
ohne Gnade - unverfroren!

Richter:
Es gilt zu haschen jenen Strolch,
Der wirklich Peter Lehmann molch.
So firsch’ die Gegend ab, Du, Büttel,
Fircht weder Aufwand, Widerstand noch Mittel.
Spirr’ ab die Wege, Straßen, Gassen;
Zörg’ nicht, den Haderlump zu fassen.

Staatsanwalt:
Du, Angeklagter, noch verwiel!
Für Dich winkt erst das Freiheitsziel,
Wenn jener Mordslump ist gestollen,
Doch wir Dich gut behandeln wollen.
Ställ’ sich heraus, Dein Herz ist rein,
Ich sömme nicht, ließ’ frei Dich sein.
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