Ich glaube, das war bisher das tollste
KEKSO überhaupt!
Donnerstag, 9. AprilNach meinem Konversationskurs Chinesisch (in dem wir jetzt endlich mal Deutsch→Chinesisch übersetzen!) und einem Seminar zu Wortarten ging's dann vom Bahnhof aus gleich los, zusammen mit Helen und Hanne, nach Creglingen, im Nordosten Baden-Württembergs. War 'ne lange Fahrt mit vielem Umsteigen. Wir hätten 'nen Ruf-Bus rufen sollen und taten das auch, doch leider fuhr irgendwo im Nirgendwo der (normale) Bus nicht und wir mussten den Zug nehmen. Dadurch haben wir den Ruf-Bus verpasst und wurden dann gottseidank aber von Leo abgeholt.
Gegen 20:00 kamen wir dann in Creglingen an, genossen etwas Abendbrot, stellten einander vor und spielten ein paar lustige Kennenlernspiele, unter anderem auch dieses namenlose Spiel, wo man sich Zettel auf die Stirn klebt und dann rät, wer man ist — ich war übrigens
"die Katze vom IS in Biedenkopf"! ^^
Es waren viele neue Gesichter auf dem KEKSO (vormals:
sub_18): Stefan G. aus Villingen-Schwenningen
(der übers schülerVZ vom KEKSO erfahren hatte), Rafaella G. aus São Paulo, Brasilien
(die in Augsburg Physik studiert), Simon M. aus Ulm
(der aber in Berlin wohnt), Nathalie B. aus Villingen-Schwenningen
(halb Japanerin, viertel Französin, viertel Deutsche) und es waren auch einige alte Bekannte da: Leo S. aus Mömbris natürlich als Organisator des Treffens, Julia, Miriam und Caro aus Chemnitz, Andreas R. aus Steinheim irgendwo im Schwabenländle, Martin S. und aus Leipzig eben Helen, Hanne und ich. Später kam noch Sophia B. and und am nächsten Tag auch Jenny M. aus Leipzig. Liesa konnte leider nicht kommen, da sie krank war... die arme!
Alles in allem waren wir 15 Leute.
Freitag, 10. AprilFrüh gab's Frühstück in der Jugendherberge, wir hatten ja Vollpension. Dann haben wir einige Spiele draußen gespielt, wie z.B. "Alle die", danach haben Martin und ich Esperantokurse gegeben. Ich habe den Kurs für die Anfänger geleitet, er die für die etwas weiter Fortgeschrittenen. Später gab's dann Mittagessen, was übrigens dort in der Jugendherberge Creglingen total lecker war. Nicht nur relativ zu anderen Jugendherbergen, sondern *richtig* lecker! Dann kam Jenny an.
Nach dem Essen war Schnitzeljagd angesagt, die von Leo und Sophia bereits vorher organisiert worden war. Unser erstes Zettelchen führte uns zu einer Bushaltestelle im benachbarten Steinach — dort weise eine Eule den Weg. Hinzu gab's allerdings ein paar Schwierigkeiten und wir sind einen ganz anderen Weg gegangen als eigentlich geplant, wodurch sich alles etwas verzögerte. Aber nicht schlimm, das Wetter und die Landschaft war echt schön und den Umweg wert! Bei der Eule befand sich dann ein weiteres Zettelchen mit einem Hinweis... und so ging's dann immer weiter, über mehrere Stationen, Wälder, Brücken, Dörfer bis in ein kleines Nest, dessen Namen ich nicht mehr weiß. Dort frugen wir einen Anwohner nach dem Weg, der uns dann prompt zu sich nach Hause in den Garten einlud. Wir bekamen Gartenstühle, Saft, Wasser, Wein und eine Kiste Bier. Obendrein gesellte sich auch eine Katze zu uns. Was will man mehr?! Solche Gastfreundschaft hätten wir echt nicht erwartet. Auf der Rückreise splittete sich die Gruppe dann etwas auf und wir kamen recht spät zurück... aber noch rechtzeitig fürs (leckere!) Abendessen.
Den Abend verbrachten wir mit Kickern, Quatschen, dem Angucken alter sub_18-Fotos, Spielen (Werwolf, VEXX usw.)... VEXX war ziemlich lustig! Ich musste Julia rote Augenringe malen, Nathalie musste jemanden anrufen und so tun als wäre sie ein Baby, Simon sollte einen betrunkenen mimen, der gegen eine Wand läuft und so weiter... tolle Sache! Wiedermal waren wir sehr spät im Bett.
Samstag, 11. AprilNach dem Frühstück (das ich glaub verpasst habe) und den Esperanto-Kursen, bei denen ich diesmal die Fortgeschrittenen übernahm und Martin die Anfänger, ging's zu einem Ausflug ins 20 km entfernte Rothenburg ob der Tauber. Leo, Sophia und Andreas fuhren uns im Auto dorthin, wir bekamen alle diese grün-weißen langärmlichen Esperanto-T-Shirts von Leo und er brachte eine Flagge mit. Außerdem bekam jeder Flyer zum Verteilen. Die Fahrt dorthin war schon genial! Ich saß in Sophias Auto und wir haben polnischen Hip-Hop gehört. Ich hab ja sonst nix für Hip-Hop übrig, aber wenn er Polnisch ist, dann ist das schon ziemlich cool... ich muss Sophia mal fragen, ob sie mir
"To my polacy" schicken kann. =)
In Rothenburg ging der Spaß dann erst richtig los: rumlaufen, Flyer und kleine Prospekte verteilen, mit Leuten reden und ihnen sagen, dass Esperanto nicht Spanisch ist, so tun als spräche man kein Deutsch und müsse sich alles von Leo übersetzen lassen, oh ja! In einem Postkartenladen, wo ich mir 'ne Karte kaufte, wurde ich gefragt, ob wir "Schummel-Spanier" seien! :D — nachdem ich meinte, wir seien Esperantisten und frug, ob sie Esperanto kenne, meinte sie:
Ach, ist das so eine Kunstsprache? So wie Ido?" LOL! :D
Wir haben auch mit einem Touristenführer geredet, der mit seiner Fahrradrikscha herumfuhr. Später kamen wir wieder an ihm vorbei, da erzählte er gerade einigen Touris etwas über Esperanto. Erfolg, Erfolg! Den Hunger stillten wir dann zu fünfzehnt an einem Dönerladen und gingen dann weiter zu einer Burg und ließen uns auf einer Wiese nieder. Bald kam ein kleines Mädchen angelaufen um zu fragen, warum wir alle dasselbe anhätten. Wir haben ihr erklärt, was Esperanto ist und ihr
"Saluton!" (
Hallo!) und
"lekanteto" (
Gänseblümchen) beigebracht... sie hat mich dann mit einer selbstgemachten Gänseblümchenkette beschenkt. Süß, ne? Sie hieß übrigens Xenia, war 8½ Jahre alt, kam aus Erlangen, liebte Witze und sammelte so kleine Tierfiguren. Sie war mit ihren Eltern da und ihre Mutter hatte Geburtstag. Deswegen haben wir ihr dann auf Esperanto das Geburtstagslied gesungen. Auch die Mutter ist dann hergekommen und hat sich mit uns unterhalten.
Zurück in der Herberge kam Leo dann die Idee, ein Video für Liesa zu machen, und allgemein über das KEKSO zu berichten. Bald war ein Thema gefunden: Esperanto-Nachrichten, und dabei hatten wir viel Spaß... sind auch viele Interviews dabei, und die Patzer am Ende sind grandios! Das (absolut sehenswerte Video) ist jetzt auf
http://www.vimeo.com/4145018 verfügbar!
Später, nach dem Abendessen, gab's dann wieder etliche Spiele und einige hatten die Nacht auch durchgemacht, ich allerdings nicht.
Sonntag, 12. AprilDer Tag der Abreise begann mit Frühstück, einigen Spielen, dem Packen der Taschen und Verlassen der Zimmer (ich war übrigens mit Leo und Stefan in einem) und einer letzten Rumsitzrunde... es gab eine Auswertung des Treffens, wir bekamen ein Plüschbärchen und AIDS-Anstecker von einer AIDS-Selbsthilfegruppe, die auch in der Jugendherberge war, wir beobachteten eine andere Gruppe beim Bau von kleinen Dampfmaschinchen, spielten noch ein letztes Mal das Werwolf-Spiel im Freien, was ziemlich spaßig war... ich wurde relativ schnell für den Werwolf gehalten und dann umgebracht. Leo nahm mich dann für ein Interview mit und erzählte mir ganz beiläufig, es gäbe in diesem Spiel übrigens keine Werwölfe. Das war ein Spaß! Und gemerkt haben's die Leute erst, als nur noch 4 Bürger übrig waren! Lustig... Dann gab's Mittagessen, und weil Ostersonntag war, gab's Lamm und Strauß, mmmmmmh! Das Lamm war total lecker und alles andere auch, der Strauß war etwas trocken. Aber überhaupt, das Essen war richtig, richtig gut. Kann sich mit jedem Jugendherbergs-, Mensa-, und Cafeteriaessen messen!
Aber dann war Zeit zu fahren. Die Autofahrer fuhren uns nach Rothenburg und von dort aus dann weiter gen Heimat. Jenny, Helen, Hanne und ich fuhren nach Leipzig zurück, und währen Helen und Jenny schliefen, führten Hanne und ich die Tradition fort und beriefen ein
Postrenkontiĝa Klaĉkunsido ein. Auf der Rückfahrt hatten wir einige Zeit Aufenthalt in Würzburg, besuchten dort eine Kirche, ein Eiscafé, ich hab das erste mal bei
Kentucky Fried Chicken gegessen (McDonald's ist besser!), ich habe eine Kneipe namens
X-Bar gefunden und fotografiert, naja... und dann ging's halt heim.
Ein tolles KEKSO! Das Video ist oben verlinkt, Fotos gibt's bei
mir,
Helen und
Simon im StudiVZ zu sehen.